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Air Canada setzt Sommerflug zwischen Montreal und Algier wegen steigender Treibstoffpreise und geopolitischer Risiken aus

Apr. 30, 2026
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Air Canada setzt Sommerflug zwischen Montreal und Algier wegen steigender Treibstoffpreise und geopolitischer Risiken aus
Air Canada setzt seine saisonale Verbindung Montreal (YUL)–Algier (ALG) für den Sommer 2026 vorübergehend aus, da die steigenden Kerosinpreise und die Spannungen im Nahen Osten die Betriebskosten in die Höhe treiben. Der viermal wöchentliche Flug, geplant vom 1. Juni bis 23. September mit Airbus A330-300, wird nicht stattfinden. Die Flugaussetzung wurde zuerst vom Branchen-Datenanbieter AeroRoutes gemeldet und von der Airline am 29. April 2026 bestätigt. Die Strecke – eine der längsten von Air Canada nach Afrika – bedient seit 2017 eine große algerische Diaspora in Quebec. Mit dem Rückzug von Air Canada bleibt die staatliche Air Algérie die einzige Fluggesellschaft mit Nonstop-Verbindungen zwischen den beiden Städten und bietet bis zu sieben Flüge pro Woche an. Reisende müssen nun mit weniger Wettbewerb, potenziell höheren Preisen oder längeren Umsteigeverbindungen über europäische Drehkreuze rechnen. Geschäftsreisende sollten Mitarbeiter mit Sommeraufenthalten in Algerien oder Quebec frühzeitig auf alternative Verbindungen umplanen und Kontingente bei verbleibenden Airlines sichern. Die Pause erschwert zudem die Mobilitätsplanung für Unternehmen, die Personal zwischen Montreals Luftfahrtcluster und Algeriens wachsenden Energieprojekten pendeln lassen. Air Canada bietet betroffenen Passagieren Umbuchungen auf alternative Routen oder Rückerstattungen an, nennt jedoch keinen genauen Zeitpunkt für die Wiederaufnahme des Flugbetriebs – voraussichtlich erst 2027, „wenn es die Marktbedingungen erlauben“. Ein Sprecher verwies auf eine Verdopplung der Kerosinkosten seit der Eskalation des Iran-Konflikts im Februar sowie „erhöhte Sicherheits- und Versicherungsprämien“ für den nordafrikanischen Luftraum. Die Airline hat in diesem Jahr bereits sechs weitere Strecken gekürzt, was einen branchenweiten Trend zu Kapazitätsreduktionen auf wenig profitablen Langstrecken widerspiegelt. Analysten betonen, dass Montreal–Algier zwar eine relativ hohe Auslastung hatte, die Margen jedoch gering waren; da der Treibstoffanteil nun über 35 % der Reisekosten ausmacht, ist die Rentabilität verloren gegangen. Die Aussetzung verdeutlicht die Anfälligkeit von internationalen, nicht an Drehkreuze gebundenen Langstreckenverbindungen angesichts volatiler Energiemärkte. Mobilitätsteams sollten für die Zuweisungen 2026/27 flexible Budgets einplanen und weitere Netzwerkänderungen im Blick behalten, wenn die Airlines ihre Wintersaisonpläne später im Jahr finalisieren.
Quelle: Canadian Travel News

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