
Canada Visa Monitor berichtet, dass IRCC seine Programmanweisungen für das International Mobility Program, Code C20 (gegenseitige Beschäftigung), neu formuliert hat und damit die strengsten Prüfstandards seit Einführung der Kategorie im Jahr 2014 einführt. Die neuen Richtlinien, die am 26. April veröffentlicht und auf den 27. April 2026 datiert sind, verlangen von den Sachbearbeitern eine tiefere Prüfung, ob die Einreise eines ausländischen Staatsangehörigen tatsächlich einen „signifikanten kulturellen, sozialen oder wirtschaftlichen Nutzen“ bringt, der im Ausland erwidert wird. Arbeitgeber können sich nicht mehr auf allgemeine Aussagen stützen, dass Kanadier im Ausland ähnliche Chancen erhalten. Stattdessen müssen sie konkrete Nachweise vorlegen – etwa Arbeitgeberaustauschvereinbarungen, internationale Tarifverträge oder Regierungsabkommen –, die ausgewogene Vorteile für beide Länder belegen. Jugend-Austauschorganisationen und Profi-Sportteams, die diese Regelung häufig nutzen, wurden aufgefordert, ihre Unterlagen umgehend zu aktualisieren. Einwanderungsanwälte warnen, dass sich die Bearbeitungszeiten verlängern könnten, da die Sachbearbeiter subjektive Nutzenprüfungen vornehmen, und dass die Ablehnungsquoten steigen könnten, wenn die Nachweise schwach sind. Die Überarbeitung folgt auf Kritik des Parlamentshaushaltsbeauftragten, wonach einige Arbeitgeber Niedriglohnjobs in die C20-Kategorie verschoben hatten, um die Gebühren- und Werbeauflagen der LMIAs zu umgehen. Für multinationale Unternehmen, die Manager und Spezialisten kurzfristig nach Kanada entsenden, entfällt damit eine bisher verlässliche Schnellspur, was eine frühere Planung erforderlich macht: Unternehmen müssen möglicherweise LMIAs oder Anträge auf innerbetriebliche Versetzungen früher einreichen, was Kosten und Vorlaufzeiten erhöht. Reisende, die sich bereits in Kanada aufhalten und deren Verlängerungen nach den alten Kriterien beantragt wurden, sollten zusätzliche Nachweise bereithalten, falls ein Schreiben zur Verfahrensfairness eintrifft. IRCC erklärt, die Aktualisierung stehe im Einklang mit der Strategie 2024–27, den Anteil temporärer Bewohner auf 5 Prozent der Bevölkerung zu senken und gleichzeitig kanadische Arbeitskräfte zu schützen. Interessierte können bis zum 31. Mai 2026 über das Online-Portal des Ministeriums Rückmeldungen einreichen.
Quelle: Canada Visa Monitor