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Frankreich präzisiert Zugangsregeln für Arbeitsmarkt und passt EU Blue Card in neuem Dekret an

Mai 6, 2026
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Frankreich präzisiert Zugangsregeln für Arbeitsmarkt und passt EU Blue Card in neuem Dekret an
Ein am 5. Mai veröffentlichter Erlass (Nr. 2026-308 vom 24. April 2026) reformiert die Regeln für die Anmeldung von Nicht-EU-Bürgern als Arbeitssuchende und aktualisiert die Bedingungen für den Erhalt der französischen Version der EU-Blauen Karte. Künftig müssen ausländische Staatsangehörige bei der Anmeldung bei Pôle Emploi eine noch gültige Aufenthaltserlaubnis vorlegen, die ausdrücklich zur Arbeitsaufnahme berechtigt; Dokumente, die an eine Verpflichtung zur Wohnsitznahme außerhalb Frankreichs gebunden sind, werden nicht mehr akzeptiert. Der Erlass vereinheitlicht zudem die Gründe für die Streichung aus dem Arbeitslosenregister bei Ablauf oder Entzug der Aufenthaltserlaubnis. Für hochqualifizierte Fachkräfte erweitert der Text die intraeuropäische Mobilität: Inhaber einer Blauen Karte eines anderen Mitgliedstaats dürfen bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen in Frankreich arbeiten, ohne eine gesonderte Arbeitserlaubnis zu benötigen, sofern ihr Arbeitgeber die Arbeitsbehörden vorher informiert. Außerdem wird der Weg zur vierjährigen „Talent – EU Blaue Karte“ Aufenthaltserlaubnis erleichtert, wenn der Antragsteller drei Jahre Berufserfahrung in einem anerkannten Mangelberuf nachweisen kann. Personal- und Mobilitätsteams sollten die sofortige Inkraftsetzung am 6. Mai beachten, da nur eine kurze Übergangsfrist für laufende Anmeldungen mit bald ablaufenden Aufenthaltstiteln bleibt. Multinationale Unternehmen, die Ingenieure oder IT-Spezialisten grenzüberschreitend rekrutieren, können die Regelung für kurzfristige Arbeitseinsätze nutzen, um Projekte schneller umzusetzen, während die Übertragung der Blauen Karte bearbeitet wird. Rechtsexperten betonen, dass die Änderungen die französische Praxis näher an die überarbeitete EU-Richtlinie zur Blauen Karte (EU) 2021/1883 heranführen, die von allen Mitgliedstaaten bis November 2026 umgesetzt werden muss.
Quelle: Le Mag Juridique

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