
Der amtierende Präsident Geraldo Alckmin traf am 6. Mai in Brasília eine Delegation des Europäischen Parlaments, um die „nächsten Schritte“ des lang verhandelten Mercosur-EU-Handelsabkommens zu besprechen, das am 1. Mai 2026 vorläufig in Kraft trat. Während die meisten Schlagzeilen sich auf Zollsenkungen konzentrierten, bestätigten beide Seiten, dass an ergänzenden Protokollen gearbeitet wird, die die Mobilität von Geschäftsreisenden, die gegenseitige Anerkennung beruflicher Qualifikationen und digitale Zolltransitgenehmigungen regeln – Maßnahmen, die die Mobilität von Unternehmen zwischen Brasilien und dem 27-Mitgliedstaaten umfassenden Block erheblich erleichtern könnten.
Warum das für Mobility Manager wichtig ist: Der Entwurf des Mobilitätsanhangs, der informell an Branchenverbände verteilt wurde, würde innerbetriebliche Versetzungen, Investoren und Dienstleister berechtigen, bis zu 90 Tage pro Einreise ohne lokale Arbeitsmarktprüfung im Gastland zu bleiben – analog zu den bestehenden EU-Verpflichtungen im „Modus 4“. Obwohl nationale Visa weiterhin erforderlich sind, müssten Konsulate Anträge innerhalb von 10 Arbeitstagen bevorzugt bearbeiten. Das brasilianische Arbeitsministerium hat bereits interne Beratungen begonnen, um seine temporären Arbeitsvisa-Kategorien (VITEM V und VI) mit dem Abkommen in Einklang zu bringen.
Zeitplan und Herausforderungen: Damit die Mobilitätsbestimmungen rechtsverbindlich werden, muss das Europäische Parlament das Kernhandelsabkommen ratifizieren und eine Durchführungsverordnung verabschieden. Einige EU-Mitgliedstaaten haben Umwelt- und Arbeitsstandards als Bedenken geäußert, die nicht die Mobilität betreffen, sodass die endgültige Zustimmung noch Monate dauern könnte. Dennoch hat Brüssel Bereitschaft signalisiert, das Mobilitätskapitel vorläufig anzuwenden, sobald die Verordnung angenommen ist – möglicherweise bereits im ersten Quartal 2027.
Synergien im Geschäftsreiseverkehr: Fluggesellschaften und Logistikunternehmen bereiten sich auf einen prognostizierten Anstieg der Passagierzahlen zwischen Brasilien und der EU um 12 % in den nächsten zwei Jahren vor, angetrieben durch niedrigere Frachtkosten und erweiterte Codeshare-Abkommen. LATAM und Lufthansa planen, die Frequenzen auf der Strecke São Paulo–Frankfurt zu erhöhen, während TAP Air Portugal einen Recife–Lissabon-Flug mit Premium-Economy-Kabinen für projektbezogene Entsendungen prüft.
Handlungsempfehlungen: Multinationale Unternehmen sollten ihre Entsendungspläne zwischen Südamerika und Europa überprüfen, insbesondere Kurzzeitprojekte, die derzeit auf Touristenstatus setzen. Die Anpassung der Tracking-Systeme für Entsandte an die künftig geltenden 90/180-Tage-Schengen-ähnlichen Grenzen, die im brasilianischen Dekret von März 2026 verankert sind, wird das Risiko von Überziehungen verringern, sobald elektronische Ein- und Ausreiseregistrierungen zwischen der Bundespolizei und den EU-Grenzbehörden ausgetauscht werden.
Warum das für Mobility Manager wichtig ist: Der Entwurf des Mobilitätsanhangs, der informell an Branchenverbände verteilt wurde, würde innerbetriebliche Versetzungen, Investoren und Dienstleister berechtigen, bis zu 90 Tage pro Einreise ohne lokale Arbeitsmarktprüfung im Gastland zu bleiben – analog zu den bestehenden EU-Verpflichtungen im „Modus 4“. Obwohl nationale Visa weiterhin erforderlich sind, müssten Konsulate Anträge innerhalb von 10 Arbeitstagen bevorzugt bearbeiten. Das brasilianische Arbeitsministerium hat bereits interne Beratungen begonnen, um seine temporären Arbeitsvisa-Kategorien (VITEM V und VI) mit dem Abkommen in Einklang zu bringen.
Zeitplan und Herausforderungen: Damit die Mobilitätsbestimmungen rechtsverbindlich werden, muss das Europäische Parlament das Kernhandelsabkommen ratifizieren und eine Durchführungsverordnung verabschieden. Einige EU-Mitgliedstaaten haben Umwelt- und Arbeitsstandards als Bedenken geäußert, die nicht die Mobilität betreffen, sodass die endgültige Zustimmung noch Monate dauern könnte. Dennoch hat Brüssel Bereitschaft signalisiert, das Mobilitätskapitel vorläufig anzuwenden, sobald die Verordnung angenommen ist – möglicherweise bereits im ersten Quartal 2027.
Synergien im Geschäftsreiseverkehr: Fluggesellschaften und Logistikunternehmen bereiten sich auf einen prognostizierten Anstieg der Passagierzahlen zwischen Brasilien und der EU um 12 % in den nächsten zwei Jahren vor, angetrieben durch niedrigere Frachtkosten und erweiterte Codeshare-Abkommen. LATAM und Lufthansa planen, die Frequenzen auf der Strecke São Paulo–Frankfurt zu erhöhen, während TAP Air Portugal einen Recife–Lissabon-Flug mit Premium-Economy-Kabinen für projektbezogene Entsendungen prüft.
Handlungsempfehlungen: Multinationale Unternehmen sollten ihre Entsendungspläne zwischen Südamerika und Europa überprüfen, insbesondere Kurzzeitprojekte, die derzeit auf Touristenstatus setzen. Die Anpassung der Tracking-Systeme für Entsandte an die künftig geltenden 90/180-Tage-Schengen-ähnlichen Grenzen, die im brasilianischen Dekret von März 2026 verankert sind, wird das Risiko von Überziehungen verringern, sobald elektronische Ein- und Ausreiseregistrierungen zwischen der Bundespolizei und den EU-Grenzbehörden ausgetauscht werden.
Quelle: ANSA Brasil
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Brasilien.Mehr von Brasilien
Alle anzeigen
Brasilien gewährt chinesischen Staatsbürgern ab dem 11. Mai 2026 vorübergehend visafreien Eintritt
LATAM nimmt tägliche Flüge zwischen Rio de Janeiro und Buenos Aires Aeroparque wieder auf und stärkt die Verbindung zwischen Brasilien und Argentinien