
Centralny Port Komunikacyjny (CPK) – das staatliche Unternehmen, das den geplanten Mega-Flughafen Polens sowie das dazugehörige Hochgeschwindigkeitsbahnnetz errichtet – hat einen wettbewerblichen Dialog zur Planung und zum Bau von fünf Fahrstromunterwerken gestartet. Die Bekanntgabe erfolgte am 7. Mai. Der Auftrag umfasst die Korridore Warschau-Flughafen-Łódź (Strecke 85) und Łódź-Wrocław (Strecke 86), auf denen ab 2032 Züge mit 350 km/h Passagiere und Mitarbeiter zum neuen Drehkreuz bringen werden. Die Gewinner des Wettbewerbs sollen vollständige Baupläne erstellen, Genehmigungen einholen und die Unterwerke schlüsselfertig liefern, inklusive SCADA-basierter Überwachungssysteme. CPK setzt auf den 2×25 kV Wechselstrom-Standard, der bereits im französischen TGV-Netz verwendet wird – eine Premiere für Polen und ein großer Schritt weg vom bisher üblichen 3 kV Gleichstrom auf den heimischen Strecken. Bewerbungen sind bis zum 15. Juni möglich, bis zu sieben Konsortien werden zur Verhandlung eingeladen. Für Mobilitätsplaner signalisiert die Ausschreibung, dass der Schienenanschluss – entscheidend für die Wirtschaftlichkeit des Flughafens – trotz der politischen Debatten im vergangenen Jahr zum Umfang des CPK im Zeitplan bleibt. Reiseunternehmen könnten künftig Mitarbeiter direkt aus den Stadtzentren von Warschau und Łódź in unter 15 beziehungsweise 35 Minuten zum Luft-Schienen-Terminal bringen, was die Abhängigkeit von Zubringerflügen und Fernbussen verringert. Das Projekt hat auch Auswirkungen auf die Einwanderung: Schnellere Inlandsverbindungen könnten die Vororte Warschaus für ausländische Entsandte attraktiver machen, während die Frachtzone des Flughafens voraussichtlich die Zollabfertigung für importierte Haushaltswaren von Expats erleichtern wird.
Quelle: Sektorkolejowy.pl