
Die Frist für öffentliche Stellungnahmen zum Vorschlag des US-Arbeitsministeriums, die Mindestlöhne für H-1B-, H-1B1-, E-3- und PERM-Fälle deutlich anzuheben, endete am 28. Mai. Der Entwurf sieht vor, die Löhne der Stufe 1 von der 17. auf die 34. Perzentile der Occupational Employment and Wage Statistics anzuheben – ein Anstieg um etwa 33 Prozent auf 97.746 US-Dollar pro Jahr. In Kombination mit der neuen gewichtsabhängigen H-1B-Lotterie und einer derzeit im Kongress diskutierten Antragsgebühr von 100.000 US-Dollar signalisiert diese Maßnahme eine politische Wende weg von der massenhaften Förderung von Niedriglohnkräften. Vorläufige Daten der FY2027-Lotterie zeigen bereits, dass die Auswahl von Stufe-1-Kandidaten auf 17,7 Prozent sinkt, während Inhaber eines Masterabschlusses 71,5 Prozent der ausgewählten Bewerber ausmachen. Indische IT-Dienstleister, die traditionell viele Einstiegs-H-1B-Visa nutzen, wären von den Kostensteigerungen am stärksten betroffen. Höhere Mindestlöhne könnten die laufende Verlagerung von Junior-Positionen zurück nach Indien beschleunigen und Unternehmen zwingen, bei US-Einsätzen verstärkt auf erfahrene, kundennahe Fachkräfte zu setzen. Globale Mobilitätsteams sollten die Budgetauswirkungen der neuen Lohntabellen analysieren, das Verhältnis von Onshore- zu Offshore-Personal überdenken und L-1-Intrakonzertransfer oder Nearshore-Standorte als Alternativen in Betracht ziehen.
Quelle: The Financial Express