
Die Aktien von Qantas Airways fielen am 11. Juni um 3,3 Prozent auf 9,01 AUD, da Investoren steigende Ölpreise gegen die Expansionspläne der Fluggesellschaft am Western Sydney International Airport (WSI) abwogen. Am 12. Juni berichtete das Finanzportal Bez Kabli, dass Qantas Freight ab dem 27. Juli Nachtflüge vom 24-Stunden-Frachtbereich des WSI aufnehmen wird – Monate bevor der Passagierbetrieb startet. Geschäftsführerin Vanessa Hudson erklärte, dass die neue Basis es der Airline ermöglicht, Frachtflüge außerhalb der Kingsford Smith-Nachtflugbeschränkungen zu planen und so die wöchentliche Kapazität um 850 Tonnen zu erhöhen. Jetstar, die Billigflugtochter der Qantas-Gruppe, soll am 25. Oktober den ersten Passagierflug vom WSI durchführen – Flug JQ362 in Richtung Gold Coast. Analysten bewerten den Schritt im Frachtgeschäft als strategisch klug: Die Luftfrachtpreise bleiben hoch, und Western Sydney liegt nahe an Pharma-, E-Commerce- und Agrarlebensmittel-Clustern, die späte Nachtlieferungen schätzen. Dennoch ist der Markt wegen der Ölpreisschwankungen nervös; Brent-Öl notierte am 11. Juni bei rund 94 US-Dollar, und lokale Banken warnen vor einem Anstieg über 150 US-Dollar bei einer Eskalation der Nahost-Konflikte. Für Firmenkunden ist der Starttermin im Juli besonders wichtig. Spediteure mit verderblichen Waren oder hochwertigen Elektronikprodukten können nun langfristige Blockraumverträge abschließen, die die Sydney-Nachtflugbeschränkungen umgehen. Auch Mobilitätsmanager sollten beachten, dass QantasLink ab März 2027 vier wöchentliche Embraer E190-Flüge vom WSI nach Melbourne und Brisbane plant, was für umziehende Mitarbeiter mehr Direktverbindungen über das neue Drehkreuz bietet. Trotz des Kursrückgangs von Qantas blieben die meisten Analysten bei ihren „Kaufen“-Empfehlungen und argumentieren, dass das Wachstum am WSI und die starke Nachfrage im Trans-Tasman-Verkehr die Treibstoffrisiken mittelfristig ausgleichen werden.
Quelle: Bez Kabli