1. Globale Mobilitätsnachrichten
  2. /
  3. Italien
  4. /
  5. Engpässe bei EES: Sechs Stunden Wartezeit – Italien erlebt erstes Spitzenwochenende mit biometrischen Grenzkontrollen

Engpässe bei EES: Sechs Stunden Wartezeit – Italien erlebt erstes Spitzenwochenende mit biometrischen Grenzkontrollen

Juni 13, 2026
·
Engpässe bei EES: Sechs Stunden Wartezeit – Italien erlebt erstes Spitzenwochenende mit biometrischen Grenzkontrollen
Das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union steht an diesem Wochenende vor seiner ersten echten Belastungsprobe – und die ersten Berichte sind ernüchternd. Das Reiseportal The Traveler meldet Wartezeiten von bis zu sechs Stunden an Flughäfen in Spanien, Portugal und vor allem in Italien, einem wichtigen Standort für multinationale Arbeitgeber. Die Flughäfen Rom-Fiumicino und Mailand-Malpensa verzeichneten seit der vollständigen Einführung des Systems im April die höchsten Ankünfte von Nicht-EU-Bürgern. Das EES ersetzt das bisherige Stempeln im Reisepass durch biometrische Erfassung (Gesichts- und Vier-Finger-Scans) für Drittstaatsangehörige. Während die Technologie in der Nebensaison gut funktionierte, zeigen sich nun deutliche Kapazitätsengpässe. Die italienischen Grenzschutzgewerkschaften berichten, dass die Abfertigung an manuellen Kontrollstellen bei Erstregistrierungen von 180 auf 90 Reisende pro Stunde gesunken ist. Die Behörden haben eine Notfallregelung aktiviert, die eine vorübergehende Aussetzung der vollständigen biometrischen Erfassung erlaubt, wenn die Warteschlangen länger als 45 Minuten sind. Allerdings begrenzt die Verfügbarkeit des Personals, wie oft diese Maßnahme angewandt werden kann. Für Teams im Bereich der Unternehmensmobilität ergeben sich zwei wesentliche Auswirkungen: Erstens drohen Anschlussflüge innerhalb Italiens zu verpassen, wenn die Einreiseprozedur sich verzögert; einige Fluggesellschaften verzichten bereits proaktiv auf Umbuchungsgebühren. Zweitens führen verzögerte Ausreisekontrollen dazu, dass selbst EU-Bürger bei der Ausreise aus Italien mit Warteschlangen rechnen müssen, da die Beamten noch mit der Nachbearbeitung von Ankunftsspitzen beschäftigt sind. Branchenverbände wie die IATA warnen, dass ohne eine beschleunigte Einführung von Selbstbedienungskiosken der Sommerreiseverkehr kleinere italienische Flughäfen wie Venedig (VCE) und Bari (BRI) überfordern könnte, die über weniger automatische Kontrollpunkte verfügen. Das Innenministerium hat Überstundenbudgets für 200 temporäre Beamte genehmigt, doch Rekrutierung und Schulung dauern mehrere Wochen. Bis dahin sollten Arbeitgeber ihre Mitarbeiter anweisen, mindestens drei Stunden Pufferzeit zwischen der geplanten Landung und Anschlussverbindungen per Bahn oder Flugzeug einzuplanen. Langfristig erwarten Experten, dass sich die Abläufe verbessern, sobald mehr Wiederkehrer registriert sind. Die Beratungsgesellschaft Steer Group schätzt jedoch, dass es bis zu zwei Jahre dauern kann, bis das System stabil läuft – eine ernüchternde Perspektive für Reiseverantwortliche, die globale Einsätze bis 2027 planen.
Quelle: The Traveler

Wie VisaHQ helfen kann

VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Italien.

Visa- und Einwanderungsteam @ VisaHQ

Das Expertenteam für Visa und Einwanderung von VisaHQ hilft Einzelpersonen und Unternehmen, die globalen Reise-, Arbeits- und Aufenthaltsanforderungen zu bewältigen. Wir kümmern uns um die Dokumentenvorbereitung, die Einreichung von Anträgen, die Koordination mit Regierungsbehörden und alle Aspekte, die notwendig sind, um schnelle, konforme und stressfreie Genehmigungen zu gewährleisten.

Redaktionelle Richtlinien
×