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Regierung startet 10-wöchige öffentliche Konsultation zum neuen Nationalen Politikpapier für die Erweiterung des Flughafens Heathrow

Juni 19, 2026
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Regierung startet 10-wöchige öffentliche Konsultation zum neuen Nationalen Politikpapier für die Erweiterung des Flughafens Heathrow
Das Verkehrsministerium hat eine zehnwöchige öffentliche Konsultation zu einem Entwurf des Nationalen Politikdokuments für die Erweiterung des Flughafens Heathrow (HENPS) gestartet. Dieses ersetzt das Airports NPS von 2018 und konzentriert sich ausschließlich auf das seit langem geplante dritte Start- und Landebahn-Projekt von Heathrow. Verkehrsministerin Heidi Alexander erklärte am 18. Juni im Parlament, dass die Überprüfung bestätigt, dass die Erweiterung von Heathrow weiterhin eine „kritische nationale Wachstumsinfrastruktur“ darstellt, die mehr als 60.000 Arbeitsplätze schaffen und erhebliche Vorteile für die Konnektivität von britischen Exporteuren und dem Incoming-Tourismus bringen kann.

Der Entwurf des HENPS stellt vier Anforderungen, die jede Genehmigungsanfrage erfüllen muss: glaubwürdiges wirtschaftliches Wachstum im gesamten Vereinigten Königreich, Vereinbarkeit mit den Klimazielen des Kohlenstoffbudgets und Jet Zero, keine neuen Überschreitungen der Luftqualitätsgrenzwerte sowie die Bedingung, dass die Lärmbelastung nicht über dem Stand von 2024 liegen darf. Parallel zur Konsultation wurde eine neue „Oberflächenverkehrsvision“ veröffentlicht, die klare Pläne für den Ausbau von Schienen- und Straßeninfrastruktur fordert, damit die zusätzliche Passagiernachfrage die lokale Infrastruktur nicht überfordert.

Für international agierende Unternehmen ist der Zeitplan entscheidend: Sollte der Entwurf nach Prüfung und einer Parlamentsabstimmung Anfang 2027 verabschiedet werden, könnte Heathrow Airport Limited seinen Antrag auf Baugenehmigung noch innerhalb der laufenden Legislaturperiode einreichen. Dies würde den Beginn der gesetzlichen Prüfungsfrist markieren und – bei Genehmigung – die erste Erweiterung der Hub-Kapazität im Vereinigten Königreich seit 80 Jahren ermöglichen, voraussichtlich Anfang der 2030er Jahre. Dadurch könnten Engpässe bei Start- und Landerechten, die Unternehmen oft zu Umwegen zwingen, deutlich reduziert werden.

Die Konsultation ist zudem Teil umfassenderer Modernisierungsmaßnahmen an den Grenzen. Die Luftfahrtbehörde Civil Aviation Authority arbeitet an einem neuen Regulierungsmodell, das die anfänglichen Projektkosten begrenzen soll, während die Regierung eine Überprüfung ihrer Jet Zero-Strategie für 2027 angekündigt hat, um sicherzustellen, dass die neue Startbahn im Rahmen der Netto-Null-Emissionen eröffnet werden kann. Unternehmen, Verbände, Kommunen und Anwohner haben bis zum 1. September 2026 Zeit, Stellungnahmen abzugeben. Parallel dazu wird ein Ausschuss eine parlamentarische Prüfung durchführen, weshalb Mobilitätsmanager jetzt schon Belege zu Nachfrageszenarien, Anforderungen an den Oberflächenverkehr und Maßnahmen zur CO2-Reduktion sammeln sollten, die für ihre Belegschaften relevant sind.
Quelle: Department for Transport – GOV.UK

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