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Schienen-, Fracht- und Regionalstreiks sorgen am 7. Juli landesweit für Verkehrschaos

Juli 8, 2026
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Schienen-, Fracht- und Regionalstreiks sorgen am 7. Juli landesweit für Verkehrschaos
Italien erlebte am 7. Juli ein Flickenteppich von Streiks im Bahn- und Logistiksektor, da drei verschiedene Gewerkschaften zeitgleich zu Arbeitsniederlegungen aufriefen. USB Lavoro Privato löste ab 21:00 Uhr am 6. Juli einen 24-stündigen Streik bei Mercitalia Shunting & Terminal aus, der die Wagenabfertigung in den wichtigsten Güterbahnhöfen lahmlegte, die die Exportkorridore nach Deutschland und Frankreich bedienen. In Sizilien führte die UILT-UIL einen achtstündigen Protest (09:00–17:00 Uhr) des Infrastrukturpersonals bei RFI-DOIT Palermo an, was die regionalen Personenzüge verlangsamte und Trenitalia zwang, Züge zusammenzulegen. Eine dritte Aktion traf das Transport- und Speditionszentrum in Turin, wo FILT-CGIL-Mitglieder in den letzten zwei Stunden jeder Schicht die Arbeit niederlegten. Obwohl die „Garantierte-Zeitfenster“-Regel einige Pendlerzüge am Laufen hielt, wurden Geschäftsreisende in ihren Terminplänen gestört und Hersteller sahen sich mit verspäteten Nachmittagslieferungen konfrontiert. Spediteure warnten, dass allein der Mercitalia-Streik voraussichtlich rund 5.000 TEU intermodaler Fracht verzögern werde, darunter Automobilkomponenten für Stellantis-Werke. Der Streikplan Italiens bleibt dicht: Das Online-Portal des Verkehrsministeriums listet bis Ende Juli über 40 Aktionen, darunter einen Generalstreik im Luftverkehr am 22. und 23. Juli, der erneut die Reisendenverfolgungssysteme auf die Probe stellen könnte. Mobilitätsmanager raten Entsandten, diese Woche keine Bahnanschlüsse am selben Tag zu nutzen, stattdessen nach Möglichkeit auf Mietwagen umzusteigen und Zeitpuffer für zollgebundene Sendungen aus den Häfen Genua und La Spezia einzuplanen. Nach dem italienischen Streikgarantiegesetz von 1990 müssen Verkehrsunternehmen „Mindestdienste“ 24 Stunden im Voraus bekanntgeben, doch die Informationen erscheinen oft auf verschiedenen Seiten mit unterschiedlichen Updates. Daher wird Firmenreiseteams empfohlen, offizielle Meldungen von MIT, ENAC und RFI in einem einzigen Dashboard zu bündeln, um ihrer Fürsorgepflicht gerecht zu werden.
Quelle: Virgilio Motori

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