
Die Europäische Kommission wies am 8. Juli 2026 die Forderungen der Industrie zurück, das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) während der Hauptsaison im Sommer auszusetzen. Sie argumentierte, dass die bestehenden „Flexibilitätsfenster“ ausreichen. Die Erklärung erfolgte vor Gesprächen mit dem Airports Council International (ACI Europe), Airlines for Europe (A4E) und der IATA, während Flughäfen von Frankfurt bis Brüssel-Zaventem Wartezeiten von bis zu zwei Stunden für Nicht-EU-Reisende verzeichneten.
Das EES, das seit dem 10. April 2026 vollständig eingeführt ist, verlangt von Drittstaatsangehörigen bei der ersten Einreise in den Schengen-Raum die Abgabe von Gesichtsbildern und vier Fingerabdrücken; bei späteren Grenzübertritten erfolgt eine biometrische Überprüfung. Obwohl das System die Kontrolle von Überziehern verschärfen soll, beklagen Bodenabfertigungsgewerkschaften und Flughafenbetreiber, dass jede erstmalige Registrierung 30 bis 45 Sekunden pro Passagier hinzufügt und die Kontrollstellen bei zeitgleichen Flugankünften überlastet.
Belgische Akteure spüren den Druck besonders stark. Am 7. Juli wurden am Flughafen Brüssel mit 71.200 Passagieren Rekordzahlen verzeichnet, weshalb die Bundespolizei 35 Beamte vom Zoll zur Passkontrolle umsetzte, um die Warteschlangen zu verkürzen. Aviapartner warnt, dass verpasste Anschlussflüge zu Entschädigungsforderungen nach EU-Verordnung 261 führen, was die Fluggesellschaften täglich zehntausende Euro kostet.
Die Kommission betont, dass die Mitgliedstaaten die biometrische Erfassung bei Spitzenbelastungen bereits vorübergehend aussetzen können. Belgiens Innenminister Bernard Quintin erklärt jedoch, dass Personalmangel ein schnelles Umschalten in der Praxis erschwert. Für Geschäftsreisende lautet die klare Empfehlung: Planen Sie an den Flughäfen Brüssel, Charleroi und Antwerpen, insbesondere bei der ersten Einreise nach April, mindestens eine Stunde mehr für Ein- und Ausreiseformalitäten ein. Unternehmen, die Privatjets an Regionalflughäfen nutzen, sollten prüfen, ob die örtlichen Polizeieinheiten über funktionierende e-Gates verfügen, da viele noch manuelle Systeme verwenden, die die Abfertigung weiter verzögern.
Mit Blick auf die Zeit nach dem Sommer bestätigte die Kommission, dass kein Mitgliedstaat offiziell eine Verlängerung des EES-Zeitplans über September hinaus beantragt hat. Sollte sich daran nichts ändern, müssen belgische Flughäfen bis Oktober die Personalrekrutierung beschleunigen und zusätzliche automatisierte Kioske anschaffen. Multinationale Unternehmen mit Pendelaufträgen nach Belgien sollten mit möglichen Problemen bei der Umsetzung im vierten Quartal rechnen, da das temporäre Aussetzungsfenster dann endet.
Das EES, das seit dem 10. April 2026 vollständig eingeführt ist, verlangt von Drittstaatsangehörigen bei der ersten Einreise in den Schengen-Raum die Abgabe von Gesichtsbildern und vier Fingerabdrücken; bei späteren Grenzübertritten erfolgt eine biometrische Überprüfung. Obwohl das System die Kontrolle von Überziehern verschärfen soll, beklagen Bodenabfertigungsgewerkschaften und Flughafenbetreiber, dass jede erstmalige Registrierung 30 bis 45 Sekunden pro Passagier hinzufügt und die Kontrollstellen bei zeitgleichen Flugankünften überlastet.
Belgische Akteure spüren den Druck besonders stark. Am 7. Juli wurden am Flughafen Brüssel mit 71.200 Passagieren Rekordzahlen verzeichnet, weshalb die Bundespolizei 35 Beamte vom Zoll zur Passkontrolle umsetzte, um die Warteschlangen zu verkürzen. Aviapartner warnt, dass verpasste Anschlussflüge zu Entschädigungsforderungen nach EU-Verordnung 261 führen, was die Fluggesellschaften täglich zehntausende Euro kostet.
Die Kommission betont, dass die Mitgliedstaaten die biometrische Erfassung bei Spitzenbelastungen bereits vorübergehend aussetzen können. Belgiens Innenminister Bernard Quintin erklärt jedoch, dass Personalmangel ein schnelles Umschalten in der Praxis erschwert. Für Geschäftsreisende lautet die klare Empfehlung: Planen Sie an den Flughäfen Brüssel, Charleroi und Antwerpen, insbesondere bei der ersten Einreise nach April, mindestens eine Stunde mehr für Ein- und Ausreiseformalitäten ein. Unternehmen, die Privatjets an Regionalflughäfen nutzen, sollten prüfen, ob die örtlichen Polizeieinheiten über funktionierende e-Gates verfügen, da viele noch manuelle Systeme verwenden, die die Abfertigung weiter verzögern.
Mit Blick auf die Zeit nach dem Sommer bestätigte die Kommission, dass kein Mitgliedstaat offiziell eine Verlängerung des EES-Zeitplans über September hinaus beantragt hat. Sollte sich daran nichts ändern, müssen belgische Flughäfen bis Oktober die Personalrekrutierung beschleunigen und zusätzliche automatisierte Kioske anschaffen. Multinationale Unternehmen mit Pendelaufträgen nach Belgien sollten mit möglichen Problemen bei der Umsetzung im vierten Quartal rechnen, da das temporäre Aussetzungsfenster dann endet.
Quelle: Majorca Daily Bulletin
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