
Grenzüberschreitende Bahnreisende zwischen Österreich und Ungarn wurden am Sonntagmorgen früh darüber informiert, dass der Kálmán Imre EuroNight (EN 463) den Grenzbahnhof Hegyeshalom mit 40 Minuten Verspätung erreichen würde. Die ÖBB hatte ihre ungarische Partnerbahn MÁV darüber informiert, dass die nächtlichen Gleisarbeiten rund um Salzburg länger dauerten als geplant, was den Ostwärts fahrenden Nachtzug zwang, in Teilen Oberösterreichs mit reduzierter Geschwindigkeit zu fahren. Da der EuroNight die Gleise mit den morgendlichen Railjet- und Güterzügen teilt, drohten dadurch auch Verzögerungen auf der Strecke Wien–Budapest. Die MÁV setzte einen Notfallplan um, bei dem die Lokomotivwechsel in Győr statt in Budapest-Keleti stattfanden, wodurch die Verspätung bei der Ankunft auf 25 Minuten reduziert werden konnte. Für Firmenmobilitätsteams ist der Vorfall eine Erinnerung daran, dass Sommer-Bauarbeiten zwar notwendig sind, aber den Zeitvorteil von Nachtzügen gegenüber Frühflügen schmälern können. Reisende mit Anschluss-Terminen in Budapest sollten mindestens eine Stunde Puffer einplanen und flexible Tickets buchen. Sowohl ÖBB als auch MÁV bieten Rückerstattungen oder Umbuchungen auf Tagesverbindungen bei Verspätungen von über 60 Minuten an, Loungenutzung und Essensgutscheine gibt es jedoch erst ab einer Verspätung von mehr als zwei Stunden. Für die Zukunft kündigt die ÖBB an, einen konsolidierten „Baustellenkalender“ für 2027 zu veröffentlichen, um multinationalen Arbeitgebern frühzeitig Einblick in Arbeiten zu geben, die Nachtzugverbindungen von München und Zürich betreffen und ebenfalls österreichische Strecken nutzen.