
Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat eine ungewöhnlich deutliche Reisewarnung für britische Urlauber herausgegeben, die während der Schulferien nach Europa fliegen. Grund sind anhaltende Startschwierigkeiten mit dem neuen Ein- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union, die an vielen beliebten Sonnenzielen „unnötige Verzögerungen und lange Warteschlangen“ verursachen. Das EES – eine biometrische Grenzdatenbank, die bei der ersten Einreise von Nicht-EU-Reisenden Fingerabdrücke, Gesichtsbild und Passdaten erfasst – wurde im März offiziell für britische Staatsbürger eingeführt. Europäische Minister lobten die Einführung als Schritt zu vollständig digitalen Grenzen, doch Fluggesellschaften, Flughäfen und Grenzbeamte kämpfen damit, hunderte neuer Selbstbedienungskioske unter der hohen Sommerbelastung am Laufen zu halten.
Neal McMahon, Chief Operations Officer von Ryanair, berichtet, dass einige Flughäfen „immer noch nicht über voll funktionsfähige Kioske verfügen und das Grenzpersonal unzureichend besetzt ist.“ Die Airline nennt unter den 15 „EES-Hotspots“ besonders Lissabon, Malaga, Mailand Bergamo, Paris Beauvais und Teneriffa Süd, wo britische Passagiere sowohl bei der An- als auch bei der Abreise mit stundenlangen Warteschlangen konfrontiert sind.
Für britische Familien bedeutet das konkret: Frühzeitigeres Ankommen, Kinder beim Fingerabdruck-Scan nah bei sich behalten und darauf vorbereitet sein, mehrfach zu erklären, dass die biometrischen Daten bereits bei einer früheren Reise erfasst wurden. Reiseversicherer erhalten bereits Anfragen zu verpassten Anschlussflügen aufgrund der Verzögerungen. Auch Geschäftsreisende spüren die Auswirkungen: Global Mobility Manager mehrerer FTSE-100-Unternehmen berichten gegenüber Global Mobility News, dass sie Kurzstreckenmeetings vorerst vermehrt virtuell oder per Eurostar abwickeln, bis sich die Lage entspannt.
Hinter den Kulissen drängen mehrere EU-Mitgliedstaaten Brüssel, die nächste Frist für die vollständige Durchsetzung von Strafgebühren bei nicht registrierten Reisenden auf Anfang 2027 zu verschieben. Der Flughafendachverband ACI Europe unterstützt diese Verschiebung mit der Begründung, dass der pandemiebedingte Personalmangel und unerwartete technische Probleme das System für 200 Millionen Freizeitreisende noch nicht einsatzbereit machen.
Britische Minister haben nach dem Brexit keine direkte Mitspracherechte bei der EES-Politik, beobachten die Auswirkungen aber genau. Das Innenministerium teilte dem Parlament letzte Woche mit, dass es Warteschlangendaten mit den Behörden in Spanien und Portugal austauscht. Bis Änderungen beschlossen sind, dürfte Ryanairs Empfehlung die Erwartungen der Öffentlichkeit prägen: Familien, die durch die genannten Hotspots reisen, sollten 45 bis 60 Minuten mehr für die Passkontrolle einplanen und, wo möglich, die Prioritätskontrollen nutzen.
Obwohl einige Flughäfen Fast-Track-Pässe verkaufen, weist die Verbraucherorganisation Which? darauf hin, dass eine vierköpfige Familie dafür fast 200 Pfund zahlen könnte – und das nur, um wenige Minuten Wartezeit zu sparen. Für den Moment bleibt Geduld die beste Strategie – und vielleicht ein voll aufgeladenes Handy für ungeduldige Teenager.
Neal McMahon, Chief Operations Officer von Ryanair, berichtet, dass einige Flughäfen „immer noch nicht über voll funktionsfähige Kioske verfügen und das Grenzpersonal unzureichend besetzt ist.“ Die Airline nennt unter den 15 „EES-Hotspots“ besonders Lissabon, Malaga, Mailand Bergamo, Paris Beauvais und Teneriffa Süd, wo britische Passagiere sowohl bei der An- als auch bei der Abreise mit stundenlangen Warteschlangen konfrontiert sind.
Für britische Familien bedeutet das konkret: Frühzeitigeres Ankommen, Kinder beim Fingerabdruck-Scan nah bei sich behalten und darauf vorbereitet sein, mehrfach zu erklären, dass die biometrischen Daten bereits bei einer früheren Reise erfasst wurden. Reiseversicherer erhalten bereits Anfragen zu verpassten Anschlussflügen aufgrund der Verzögerungen. Auch Geschäftsreisende spüren die Auswirkungen: Global Mobility Manager mehrerer FTSE-100-Unternehmen berichten gegenüber Global Mobility News, dass sie Kurzstreckenmeetings vorerst vermehrt virtuell oder per Eurostar abwickeln, bis sich die Lage entspannt.
Hinter den Kulissen drängen mehrere EU-Mitgliedstaaten Brüssel, die nächste Frist für die vollständige Durchsetzung von Strafgebühren bei nicht registrierten Reisenden auf Anfang 2027 zu verschieben. Der Flughafendachverband ACI Europe unterstützt diese Verschiebung mit der Begründung, dass der pandemiebedingte Personalmangel und unerwartete technische Probleme das System für 200 Millionen Freizeitreisende noch nicht einsatzbereit machen.
Britische Minister haben nach dem Brexit keine direkte Mitspracherechte bei der EES-Politik, beobachten die Auswirkungen aber genau. Das Innenministerium teilte dem Parlament letzte Woche mit, dass es Warteschlangendaten mit den Behörden in Spanien und Portugal austauscht. Bis Änderungen beschlossen sind, dürfte Ryanairs Empfehlung die Erwartungen der Öffentlichkeit prägen: Familien, die durch die genannten Hotspots reisen, sollten 45 bis 60 Minuten mehr für die Passkontrolle einplanen und, wo möglich, die Prioritätskontrollen nutzen.
Obwohl einige Flughäfen Fast-Track-Pässe verkaufen, weist die Verbraucherorganisation Which? darauf hin, dass eine vierköpfige Familie dafür fast 200 Pfund zahlen könnte – und das nur, um wenige Minuten Wartezeit zu sparen. Für den Moment bleibt Geduld die beste Strategie – und vielleicht ein voll aufgeladenes Handy für ungeduldige Teenager.
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