
Brasilien machte am 17. Juli einen entscheidenden Schritt zur Neugestaltung des südamerikanischen Luftverkehrs, als das Ministerium für Häfen und Flughäfen die Unterzeichnung eines Memorandums of Understanding mit Argentinien, Chile und Paraguay bestätigte, um einen „Céu Único Sul-Americano“ – einen einheitlichen südamerikanischen Luftraum – zu schaffen. Die Vereinbarung, die erstmals auf dem Mercosur-Gipfel dieser Woche bekannt wurde und vom Brazil Journal berichtet wurde, verpflichtet die vier Regierungen, innerhalb von zwölf Monaten einen Vertrag auszuarbeiten, der sogenannte Siebte-Freiheitsrechte gewährt. Diese erlauben es Fluggesellschaften, zwischen zwei Mitgliedsstaaten zu fliegen, ohne ihr Heimatland zu berühren.
Würde die Reform vollständig umgesetzt, würde sie die Open-Skies-Revolution Europas in den 1990er Jahren nachbilden, die Billigflugriesen wie Ryanair und easyJet hervorbrachte. Für Brasilien, dessen Inlandsmarkt von drei etablierten Fluggesellschaften dominiert wird, könnte eine stärkere Liberalisierung ausländische Billigfluggesellschaften dazu verleiten, Direktverbindungen abseits der stark frequentierten Rio-São Paulo-Achse anzubieten, die Durchschnittspreise senken und sekundäre Städte für internationale Investitionen öffnen. Die Regierung prognostiziert, dass das Passagieraufkommen innerhalb von fünf Jahren um 15 bis 20 % steigen könnte, was den Druck auf öffentliche Haushalte für Streckenzuschüsse verringert.
Das Memorandum beauftragt eine technische Arbeitsgruppe, einen stufenweisen Fahrplan für eine noch tiefere Integration zu entwickeln, einschließlich der achten und neunten Freiheit des Luftverkehrs (Cabotage), die es beispielsweise einer chilenischen Fluggesellschaft erlauben würde, vollständig inländische Strecken innerhalb Brasiliens zu bedienen. Cabotage würde jedoch die Zustimmung des Kongresses erfordern, da der brasilianische Luftfahrtkodex dies derzeit verbietet.
Dennoch argumentieren Branchenvertreter wie das Infrastrukturunternehmen MoveInfra, dass Wettbewerbsdruck der sicherste Weg sei, die durch steigende Treibstoff- und Flughafenpreise verursachte Ticketpreisinflation einzudämmen. Unternehmensmobilitätsplaner sollten die Zeitpläne genau beobachten: Sobald die Siebte-Freiheitsrechte in Kraft treten – möglicherweise bereits Mitte 2027 – erwarten Netzwerkplaner neue dreieckige Streckenverbindungen wie Santiago-Rio-Buenos Aires oder São Paulo-Asunción-Mendoza. Dies wird zu mehr Direktverbindungen, kürzeren Reisezeiten und einer geringeren Abhängigkeit vom GRU-Drehkreuz für regionale Verbindungen führen. Multinationale Unternehmen könnten zudem bei der Verhandlung von Firmenverträgen an Verhandlungsmacht gewinnen, wenn weitere Fluggesellschaften in den Markt eintreten.
Herausforderungen bleiben bestehen. Gewerkschaften in allen vier Ländern haben Bedenken hinsichtlich des Wettbewerbsdrucks auf Löhne geäußert, während die Regulierungsbehörden Sicherheitsaufsicht und Verbraucherschutzstandards harmonisieren müssen. Dennoch deutet der politische Schwung hinter der Single-Sky-Initiative darauf hin, dass der südamerikanische Luftraum innerhalb eines Jahrzehnts zu einem der liberalisiertesten der Welt werden könnte – mit tiefgreifenden Veränderungen für die Mobilität von Menschen und Gütern auf dem Kontinent.
Würde die Reform vollständig umgesetzt, würde sie die Open-Skies-Revolution Europas in den 1990er Jahren nachbilden, die Billigflugriesen wie Ryanair und easyJet hervorbrachte. Für Brasilien, dessen Inlandsmarkt von drei etablierten Fluggesellschaften dominiert wird, könnte eine stärkere Liberalisierung ausländische Billigfluggesellschaften dazu verleiten, Direktverbindungen abseits der stark frequentierten Rio-São Paulo-Achse anzubieten, die Durchschnittspreise senken und sekundäre Städte für internationale Investitionen öffnen. Die Regierung prognostiziert, dass das Passagieraufkommen innerhalb von fünf Jahren um 15 bis 20 % steigen könnte, was den Druck auf öffentliche Haushalte für Streckenzuschüsse verringert.
Das Memorandum beauftragt eine technische Arbeitsgruppe, einen stufenweisen Fahrplan für eine noch tiefere Integration zu entwickeln, einschließlich der achten und neunten Freiheit des Luftverkehrs (Cabotage), die es beispielsweise einer chilenischen Fluggesellschaft erlauben würde, vollständig inländische Strecken innerhalb Brasiliens zu bedienen. Cabotage würde jedoch die Zustimmung des Kongresses erfordern, da der brasilianische Luftfahrtkodex dies derzeit verbietet.
Dennoch argumentieren Branchenvertreter wie das Infrastrukturunternehmen MoveInfra, dass Wettbewerbsdruck der sicherste Weg sei, die durch steigende Treibstoff- und Flughafenpreise verursachte Ticketpreisinflation einzudämmen. Unternehmensmobilitätsplaner sollten die Zeitpläne genau beobachten: Sobald die Siebte-Freiheitsrechte in Kraft treten – möglicherweise bereits Mitte 2027 – erwarten Netzwerkplaner neue dreieckige Streckenverbindungen wie Santiago-Rio-Buenos Aires oder São Paulo-Asunción-Mendoza. Dies wird zu mehr Direktverbindungen, kürzeren Reisezeiten und einer geringeren Abhängigkeit vom GRU-Drehkreuz für regionale Verbindungen führen. Multinationale Unternehmen könnten zudem bei der Verhandlung von Firmenverträgen an Verhandlungsmacht gewinnen, wenn weitere Fluggesellschaften in den Markt eintreten.
Herausforderungen bleiben bestehen. Gewerkschaften in allen vier Ländern haben Bedenken hinsichtlich des Wettbewerbsdrucks auf Löhne geäußert, während die Regulierungsbehörden Sicherheitsaufsicht und Verbraucherschutzstandards harmonisieren müssen. Dennoch deutet der politische Schwung hinter der Single-Sky-Initiative darauf hin, dass der südamerikanische Luftraum innerhalb eines Jahrzehnts zu einem der liberalisiertesten der Welt werden könnte – mit tiefgreifenden Veränderungen für die Mobilität von Menschen und Gütern auf dem Kontinent.
Quelle: Brazil Journal