
Dutzende Passagiere saßen am frühen 31. Juli am Kempegowda International Airport fest, nachdem SpiceJet seinen Flug SG 3445 von Bangalore nach Mumbai abrupt gestrichen hatte. Der Flug war zunächst um drei Stunden verspätet, bevor er komplett annulliert wurde. Betroffene Reisende teilten Fotos von überfüllten Schaltern und Auszüge aus den indischen Luftfahrtbestimmungen (Civil Aviation Requirements, CAR) in den sozialen Medien. Laut CAR Abschnitt 3, Serie M, Teil IV müssen Fluggesellschaften entweder innerhalb von sechs Stunden einen Ersatzflug anbieten oder eine vollständige Rückerstattung plus eine Entschädigung von bis zu ₹10.000 zahlen, abhängig vom Ticketpreis und der Vorankündigungszeit. Mehrere Passagiere berichten jedoch, dass ihnen stattdessen nur Essensgutscheine im Wert von ₹300 ausgehändigt wurden. Die Störung fällt in eine Zeit, in der indische Billigfluggesellschaften mit den Herausforderungen der Monsunzeit und den Inspektionsplänen für Pratt & Whitney-Motoren der A320neo-Flotte kämpfen. Laut Statistik der Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGCA) hat SpiceJet im Juni 1,9 % seiner Inlandsflüge gestrichen – deutlich über dem Branchendurchschnitt von 0,6 %. Geschäftsreisende sollten die Zuverlässigkeitskennzahlen der Airlines genau beobachten und für zeitkritische Reisen flexible Tarife bei IndiGo und Vistara in Betracht ziehen. Passagiere, die diese Woche mit SpiceJet gebucht haben, können eine gesetzliche Entschädigung beantragen, indem sie die Airline per E-Mail kontaktieren und bei Unzufriedenheit den AirSewa-Beschwerdeportal einschalten. Der Vorfall verstärkt die Forderungen an die DGCA, ein Echtzeit-Dashboard für Flugstörungen einzuführen – ähnlich wie in der EU und den USA – um Unternehmen datenbasierte Entscheidungen bei der Flugauswahl zu ermöglichen.
Quelle: Reddit – r/AirTravelIndia