
Envoy Global berichtet, dass das Office of Information and Regulatory Affairs (OIRA) die Überprüfung der vom DHS vorgeschlagenen Regelung zu „Gebühren für Optional Practical Training (OPT)“ am 11. September abgeschlossen und die Veröffentlichung im Federal Register freigegeben hat. Die am 14. September veröffentlichte Policy-Watch-Meldung weist darauf hin, dass Arbeitgeber bald mit neuen Kosten bei der Beantragung von OPT-Arbeitserlaubnissen für F-1-Absolventen rechnen müssen. Obwohl das DHS die genaue Gebühr noch nicht bekannt gegeben hat, wird die Regelung als „wirtschaftlich bedeutend“ eingestuft, was eine jährliche wirtschaftliche Auswirkung von mindestens 100 Millionen US-Dollar bedeutet. Branchenexperten vermuten, dass die Gebühr der umstrittenen Zusatzgebühr von 103.265 US-Dollar ähneln könnte, die im August für H-1B-Anträge mit Kapazitätsbeschränkung vorgeschlagen wurde. Sollte die Gebühr eingeführt werden, trifft sie vor allem Unternehmen, die stark auf den Nachwuchs aus US-Universitäten setzen, insbesondere in MINT-Fächern. Der Zeitpunkt ist entscheidend: Die OPT-Anträge für Absolventen des Jahrgangs Mai 2027 werden Anfang nächsten Jahres geöffnet, und Personalabteilungen planen ihre Rekrutierungskosten meist Monate im Voraus. Eine unerwartete Gebühr – die entweder vom Studenten oder vom Arbeitgeber getragen werden könnte – könnte die Campus-Rekrutierung erschweren oder die Kosten auf die Budgets der Absolventen verlagern, gerade in Zeiten steigender Studiengebühren. Arbeitgeber sollten das Federal Register aufmerksam verfolgen, da die Bekanntmachung des Regelvorschlags in den kommenden Wochen erwartet wird, und sich auf Stellungnahmen vorbereiten. Einwanderungsberater empfehlen, die Personalplanung auf den Prüfstand zu stellen und Szenarien durchzuspielen, in denen OPT weniger zugänglich wird und H-1B-Anträge mit einer sechsstelligen Zusatzgebühr belastet sind. Alternative Strategien könnten die Nutzung von TN-, E-3- oder kanadischen Global Skills-Mobilitätsprogrammen umfassen.
Quelle: Envoy Global
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