
Das Einwanderungsamt von Hongkong (ImmD) hat seine Maßnahmen gegen illegale Beschäftigung verschärft und am 18. September bekannt gegeben, dass bei einer Reihe von landesweiten Einsätzen zwischen dem 11. und 17. September 35 Personen festgenommen wurden. Die Operationen mit den Codenamen „Lightshadow“, „Twilight“, „Contribute“ und „Silverwing“ umfassten Restaurants, Einzelhandelsgeschäfte und Renovierungsarbeiten sowie gemeinsame Kontrollen mit der Polizei, dem Arbeitsamt und weiteren Behörden. Unter den Festgenommenen befinden sich 22 mutmaßliche illegale Arbeiter, sechs verdächtige Arbeitgeber, eine angebliche Mittäterin und sechs Personen mit abgelaufenem Aufenthaltsstatus. Drei der Arbeiter waren Asylsuchende mit Anerkennungspapieren, die eine Beschäftigung untersagen; eine Frau wird zudem des Gebrauchs einer gefälschten Hongkonger Identitätskarte beschuldigt. Das ImmD erinnerte Unternehmen daran, dass die Beschäftigung von Personen, die „nicht rechtmäßig beschäftigt werden dürfen“, nach Änderungen der Einwanderungsverordnung nun mit einer Höchststrafe von 500.000 HKD und bis zu zehn Jahren Haft geahndet wird. Auch Geschäftsführer und Manager können persönlich strafrechtlich belangt werden, wobei das Oberste Gericht Leitlinien für sofortige Freiheitsstrafen erlassen hat. Für globale Mobilitäts- und Personalabteilungen ist die Botschaft klar: Die Überprüfung der Beschäftigungsberechtigung muss verschärft und Kopien der Ausweisdokumente der Mitarbeiter aufbewahrt werden. Multinationale Unternehmen, die Arbeitskräfte über Subunternehmer beschäftigen, sollten sicherstellen, dass Pass- und Visadaten unabhängig überprüft wurden. Angesichts der verstärkten Kontrollen am Arbeitsplatz – einschließlich Abendinspektionen auf Baustellen – kann Nichteinhaltung den Ruf von Unternehmen und die Visa-Sponsoren von Expatriates gefährden. Das ImmD hob zudem sein Protokoll zur Erkennung von Menschenhandel hervor und betonte, dass bei den Razzien gefundene gefährdete Arbeiter auf Anzeichen von Zwangsarbeit geprüft und Unterstützungsangebote unterbreitet werden. Unternehmen mit Lieferkettenrisiken sollten sicherstellen, dass ihre eigenen Beschwerdemechanismen mit diesem offiziellen Vermittlungssystem kompatibel sind.
Quelle: HKSAR Government Press Release
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