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Österreich veröffentlicht Liste der Mangelberufe 2026 und eröffnet 64 neue Wege für Talente außerhalb der EU

Dez. 24, 2025
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Österreich veröffentlicht Liste der Mangelberufe 2026 und eröffnet 64 neue Wege für Talente außerhalb der EU
Spät am 23. Dezember veröffentlichte das österreichische Bundesgesetzblatt die Fachkräfteverordnung 2026, die jährliche Verordnung, die festlegt, welche Berufe als „Mangelberufe“ für die beschleunigte Bearbeitung von Arbeitserlaubnissen im Rahmen der Rot-Weiß-Rot (RWR) Karte gelten.

Die Verordnung – BGBl II 316/2025 – erweitert die bundesweite Liste auf 64 Berufe, nach 58 im Jahr 2025. Neu hinzugekommen sind unter anderem Lokführer, Lohn- und Gehaltsspezialisten sowie inklusive Frühpädagogen, was die akuten Fachkräftelücken im Schienenverkehr, der Digitalisierung von HR und Lohnabrechnung sowie im Sozialwesen widerspiegelt. Kernberufe im Ingenieurwesen, Bauhandwerk und Pflege bleiben auf der Liste, während Hightech-Profile wie Datenverarbeitungstechniker und Starkstrom-Spezialisten weiterhin Priorität genießen.

Österreich veröffentlicht Liste der Mangelberufe 2026 und eröffnet 64 neue Wege für Talente außerhalb der EU


Für Arbeitgeber ist die Liste der Schlüssel zum Zugang zu Fachkräften aus Drittstaaten. Bewerber mit formalen Qualifikationen und einem Jobangebot in einem gelisteten Beruf können eine RWR-Karte mit vereinfachtem Arbeitsmarkt-Test und niedrigeren Mindestgehaltsgrenzen (typischerweise 55 % des aktuellen ASVG-Durchschnittseinkommens in Österreich) erhalten. Unternehmen, die außerhalb der EU rekrutieren, haben daher ein begrenztes Zeitfenster – traditionell ist die Zeit von Januar bis März die arbeitsintensivste Phase – um ihre Einstellungspläne an den neuen Katalog anzupassen.

Neben der bundesweiten Liste benennt die Verordnung auch landesspezifische Mangelberufe. Burgenland ergänzt beispielsweise Immobilienmakler, Kärnten führt Bodenleger und Glaser auf. Diese regionale Feinabstimmung verschafft KMU außerhalb Wiens mehr Spielraum bei der Auslandsrekrutierung, erfordert jedoch den Nachweis, dass der Arbeitsplatz im jeweiligen Bundesland angesiedelt ist.

Praktische Empfehlungen: Personalabteilungen sollten Stellenbeschreibungen, Gehaltsbudgets und Ausschreibungstexte umgehend aktualisieren. Kandidaten, die sich bereits mit einem Jobsuchervisum in Österreich aufhalten, können leichter auf eine RWR-Karte umsteigen, wenn ihr Beruf nun als Mangelberuf gilt. Migrationsberater weisen zudem darauf hin, dass die erweiterte Liste die Bearbeitungszeiten verkürzen könnte, da Behörden automatisierte Abgleiche für vordefinierte Berufe nutzen – eine willkommene Entlastung nach den vielbeachteten Rückständen im Jahr 2024.
Quelle: Bundesgesetzblatt (BGBl II 316/2025)

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