
Arbeitgeber, die auf das H-1B-Programm setzen, wurden am 9. Januar 2026 von grundlegend geänderten Spielregeln überrascht. Im Federal Register veröffentlichte das Department of Homeland Security in einer 224-seitigen Bekanntmachung die lang erwartete endgültige Regelung zur Einführung eines gewichteten Auswahlverfahrens für H-1B-Registrierungen mit jährlicher Obergrenze. Ab der Einreichungssaison für das Geschäftsjahr 2027 (Registrierung beginnt im März 2026) erhält jede elektronische Registrierung zwischen einer und vier „Losanteilen“ im Auswahlpool, basierend auf dem angebotenen Lohnniveau gemäß den Occupational Employment and Wage Statistics (OEWS): eine Losnummer für Level-I-Löhne, bis zu vier für Level-IV-Löhne.
USCIS erklärt, dass das neue System „US-Arbeitnehmer besser schützen“ soll, indem höher bezahlte und qualifiziertere Stellen bevorzugt und Mehrfachregistrierungen mit niedrigen Löhnen entmutigt werden. Die Behörde prognostiziert Auswahlchancen von etwa 61 Prozent für Level-IV-Registrierungen gegenüber 15 Prozent für Level I – ein deutlicher Unterschied zu den bisherigen rund 30 Prozent bei der reinen Zufallsauslosung. Von der Obergrenze ausgenommene Antragsteller (Universitäten, gemeinnützige und staatliche Forschungseinrichtungen) bleiben unberührt.
Wirtschaftsverbände analysieren bereits die Auswirkungen. Große Technologie- und Finanzunternehmen, die üblicherweise Level-III- oder IV-Löhne zahlen, begrüßen die Änderung und erwarten planbarere Einstellungsprozesse. Start-ups, kleine Beratungen und ländliche Krankenhäuser befürchten, ohne deutliche Gehaltserhöhungen – oft über Budget oder lokale Lohnrealitäten hinaus – benachteiligt zu werden. Einwanderungsrechtliche Berater warnen, dass Strategien zur Lohnsteigerung zu Prüfungen durch das Arbeitsministerium führen könnten; die Stellen müssen tatsächlich den höheren Lohnkriterien entsprechen.
Rechtliche Auseinandersetzungen sind nahezu sicher. Mehrere Branchenverbände argumentieren, dass das Immigration and Nationality Act bei Übernachfrage eine „zufällige Auswahl“ vorschreibt. Zudem wird die Befugnis des DHS, mehreren Losanteilen pro Registrierung zu vergeben, infrage gestellt und mit „Wahlmanipulation“ verglichen. Dennoch müssen Arbeitgeber, sofern kein Gericht vor dem 27. Februar (dem Inkrafttreten der Regel) eine einstweilige Verfügung erlässt, schnell reagieren.
Praktische Empfehlungen: Personalabteilungen sollten die Personalplanung für Frühjahr 2026 überprüfen, die Kosten für Gehaltserhöhungen auf höhere OEWS-Stufen kalkulieren und sicherstellen, dass Stellenbeschreibungen, SOC-Codes und Lohndaten vor der Registrierungsphase exakt übereinstimmen. Antragsteller müssen zudem die ab 1. April geltenden höheren Antragsgebühren einplanen. Für Schlüsselkräfte sind Kooperationen mit cap-exempt-Partnern (Universitätsverbundene) oder alternative Visakategorien wie O-1, TN oder E-2 zu prüfen.
Fazit: Die H-1B-Landschaft verschiebt sich deutlich zugunsten höher zahlender Arbeitgeber. Wer frühzeitig vorbereitet – durch Lohnprüfungen, präzise Stellenanforderungen und Beherrschung des neuen Registrierungsprozesses – hat die besten Chancen, die begehrten Visa zu sichern.
USCIS erklärt, dass das neue System „US-Arbeitnehmer besser schützen“ soll, indem höher bezahlte und qualifiziertere Stellen bevorzugt und Mehrfachregistrierungen mit niedrigen Löhnen entmutigt werden. Die Behörde prognostiziert Auswahlchancen von etwa 61 Prozent für Level-IV-Registrierungen gegenüber 15 Prozent für Level I – ein deutlicher Unterschied zu den bisherigen rund 30 Prozent bei der reinen Zufallsauslosung. Von der Obergrenze ausgenommene Antragsteller (Universitäten, gemeinnützige und staatliche Forschungseinrichtungen) bleiben unberührt.
Wirtschaftsverbände analysieren bereits die Auswirkungen. Große Technologie- und Finanzunternehmen, die üblicherweise Level-III- oder IV-Löhne zahlen, begrüßen die Änderung und erwarten planbarere Einstellungsprozesse. Start-ups, kleine Beratungen und ländliche Krankenhäuser befürchten, ohne deutliche Gehaltserhöhungen – oft über Budget oder lokale Lohnrealitäten hinaus – benachteiligt zu werden. Einwanderungsrechtliche Berater warnen, dass Strategien zur Lohnsteigerung zu Prüfungen durch das Arbeitsministerium führen könnten; die Stellen müssen tatsächlich den höheren Lohnkriterien entsprechen.
Rechtliche Auseinandersetzungen sind nahezu sicher. Mehrere Branchenverbände argumentieren, dass das Immigration and Nationality Act bei Übernachfrage eine „zufällige Auswahl“ vorschreibt. Zudem wird die Befugnis des DHS, mehreren Losanteilen pro Registrierung zu vergeben, infrage gestellt und mit „Wahlmanipulation“ verglichen. Dennoch müssen Arbeitgeber, sofern kein Gericht vor dem 27. Februar (dem Inkrafttreten der Regel) eine einstweilige Verfügung erlässt, schnell reagieren.
Praktische Empfehlungen: Personalabteilungen sollten die Personalplanung für Frühjahr 2026 überprüfen, die Kosten für Gehaltserhöhungen auf höhere OEWS-Stufen kalkulieren und sicherstellen, dass Stellenbeschreibungen, SOC-Codes und Lohndaten vor der Registrierungsphase exakt übereinstimmen. Antragsteller müssen zudem die ab 1. April geltenden höheren Antragsgebühren einplanen. Für Schlüsselkräfte sind Kooperationen mit cap-exempt-Partnern (Universitätsverbundene) oder alternative Visakategorien wie O-1, TN oder E-2 zu prüfen.
Fazit: Die H-1B-Landschaft verschiebt sich deutlich zugunsten höher zahlender Arbeitgeber. Wer frühzeitig vorbereitet – durch Lohnprüfungen, präzise Stellenanforderungen und Beherrschung des neuen Registrierungsprozesses – hat die besten Chancen, die begehrten Visa zu sichern.
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