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Madrid bittet Brüssel um grünes Licht zur Beschränkung von Immobilienkäufen durch Nicht-Residenten auf den Kanarischen Inseln

Jan. 15, 2026
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Madrid bittet Brüssel um grünes Licht zur Beschränkung von Immobilienkäufen durch Nicht-Residenten auf den Kanarischen Inseln
In einem beispiellosen Schritt zur Eindämmung der explodierenden Immobilienpreise hat Spanien offiziell die Europäische Kommission gebeten, den Kauf von Immobilien durch Nichtansässige auf den Kanarischen Inseln einzuschränken. Der Antrag – heute Morgen, am 14. Januar, von Territorialminister Ángel Víctor Torres bekanntgegeben – zielt auf eine Ausnahmeregelung im Rahmen des EU-Programms für äußerste Randgebiete (RUP) ab.

Behörden argumentieren, dass ausländische Käufer inzwischen bei jeder vierten Immobilien-Transaktion auf dem Archipel beteiligt sind, was lokale Arbeitnehmer und Beschäftigte im Dienstleistungssektor vom Markt verdrängt. Sollte der Antrag genehmigt werden, würde ein Gesetz den Erwerb von Zweitwohnungen durch Personen verbieten oder begrenzen, die weder in Spanien steuerlich ansässig sind noch planen, die Immobilie ganzjährig zu bewohnen. Ähnliche Beschränkungen gibt es bereits in Dänemark und einigen kanadischen Provinzen, für Spanien wäre dies jedoch ein Novum.

Madrid bittet Brüssel um grünes Licht zur Beschränkung von Immobilienkäufen durch Nicht-Residenten auf den Kanarischen Inseln


Für globale Mobilitätsteams könnte die Maßnahme die langfristige Wohnungsversorgung für Expatriates in Las Palmas, Santa Cruz de Tenerife und den aufstrebenden Raumfahrt- und Erneuerbare-Energien-Clustern der Inseln erschweren. Arbeitgeber müssten möglicherweise von Kaufzuschüssen auf Firmenmieten umsteigen oder Übergangsregelungen für bereits geplante Mitarbeiter verhandeln. Umzugsdienstleister rechnen mit einer steigenden Nachfrage nach möbliertem Wohnen und Mietkaufmodellen.

Der Vorschlag ist Teil einer umfassenderen RUP-Eingabe, die auch Flexibilität bei staatlichen Beihilfen und die Umverteilung von Migranten umfasst. Brüssel muss den Plan im Hinblick auf EU-Freizügigkeits- und Kapitalverkehrsregeln prüfen; eine Entscheidung wird für das dritte Quartal 2026 erwartet. Immobilienlobbyisten warnen, dass pauschale Beschränkungen Investitionen abschrecken könnten, während Gewerkschaften und Beschäftigte im Tourismussektor die Initiative als Schutz der sozialen Kohäsion unterstützen.
Quelle: Intereconomía

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