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Flandern verschärft Regeln für die Einstellung von Fachkräften aus Nicht-EU-Ländern und führt eine Antragsgebühr von 250 € ein

Feb. 5, 2026
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Flandern verschärft Regeln für die Einstellung von Fachkräften aus Nicht-EU-Ländern und führt eine Antragsgebühr von 250 € ein
In einem Blitz-Alert vom 4. Februar bestätigte KPMG, dass die flämische Regierung ihre Entscheidung von 2018 zur Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte grundlegend überarbeitet hat. Die meisten Bestimmungen traten am 1. Januar 2026 in Kraft, doch Arbeitgeber setzen sich erst jetzt mit den Details auseinander, da die regionalen Behörden Umsetzungsrichtlinien veröffentlichen.

Wesentliche Änderungen betreffen die engere Definition von „hochqualifiziert“: Die Stellen müssen nachweislich einen Hochschulabschluss erfordern, und die Behörden können eine diplomatische Beglaubigung des Diploms verlangen. Der separate Weg für mittelqualifizierte Berufe wurde eingeschränkt, da die jährliche Mangelberufsliste von 34 auf 26 Berufe reduziert wurde, was es für Unternehmen aus Gastronomie und Logistik erschwert, Nicht-EU-Mitarbeiter zu beschäftigen.

Flandern verschärft Regeln für die Einstellung von Fachkräften aus Nicht-EU-Ländern und führt eine Antragsgebühr von 250 € ein


Besonders auffällig ist die neue Gebühr von 250 € „Vergütung“, die Unternehmen ab dem zweiten Quartal 2026 bei jeder Single-Permit-Anmeldung zahlen müssen. Ohne Zahlungsnachweis werden Anträge ohne Rückerstattung abgelehnt. Multinationale Unternehmen mit großen rotierenden Belegschaften befürchten sechsstellige Belastungen für ihre Mobilitätsbudgets und drängen auf eine Online-Möglichkeit für Sammelzahlungen.

Das Dekret führt außerdem die Vermutung ein, dass Arbeitgeber, deren belgische Belegschaft zu mehr als 80 Prozent aus Nicht-EU-Befristeten besteht, neue Genehmigungen verweigert werden können. Einwanderungsanwälte warnen, dass diese Regel IT-Outsourcing-Modelle stören könnte, die auf projektbasierte indische und türkische Mitarbeiter setzen.

Die Reformen in Flandern kommen zusätzlich zu den Änderungen in der Region Brüssel mit monatlichen Gehaltsschwellen und der Indexierung der Jahreswerte in Wallonien, was das Flickwerk regionaler Regelungen in Belgien komplexer denn je macht. Führungskräfte im Bereich globale Mobilität prüfen derzeit ihre Einsatzpläne, um zu entscheiden, ob Projekte vorübergehend nach Brüssel oder in die Niederlande verlagert werden können, bis sich die flämischen Bearbeitungszeiten und die neue Mangelberufsliste stabilisieren.
Quelle: KPMG GMS Flash Alert 2026-026

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