
Führungskräfte auf Geschäftsreisen in die USA stellen zunehmend fest, dass kleinere Vergehen, die früher bei der Visumsbeantragung oft übersehen wurden, nun eine Reise verhindern können. Die Financial Times berichtet von einem Anstieg der Ablehnungen bei der US-Botschaft in London, wo Konsularbeamte B-1/B-2- und E-1/E-2-Visa wegen geringfügiger Vergehen wie Cannabisbesitz aus Studienzeiten, jahrzehntealten polizeilichen Verwarnungen oder einmaligen Trunkenheitsfahrten verweigern.
Einwanderungsanwälte erklärten der FT, dass Ablehnungen nach Abschnitt 214(b) – einer weit gefassten Regelung, die von Antragstellern den Nachweis der Nicht-Einwanderungsabsicht verlangt – seit Beginn der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump im Januar 2025 stark zugenommen haben. Die Verschärfung hängt mit der „Catch-and-Revoke“-Anweisung von Außenminister Marco Rubio zusammen, die weltweit alle Posten anweist, jegliche kriminelle Vorgeschichte, egal wie alt, bei der Zulassungsprüfung erneut zu prüfen. Entscheidend ist, dass Beamte ohne Angabe konkreter Gründe ablehnen können, was den Antragstellern kaum Möglichkeiten lässt, außer einem kostenintensiven Verzichtsverfahren, das die Bearbeitungszeit um Monate verlängern kann.
Die wirtschaftlichen Folgen sind unmittelbar spürbar. Britische und europäische Unternehmen berichten, dass Führungskräfte wichtige Vorstandssitzungen, Hauptvorträge auf Messen und Investorenveranstaltungen in New York und San Francisco verpasst haben. Ein Luft- und Raumfahrtunternehmen musste ein Produkt-Launch-Team über Dublin umleiten, nur um bei der Ankunft eine Visumsstornierung wegen einer Nachkontrolle zu erleben. Versuche, Visa an „einfacheren“ Standorten wie Paris oder Madrid zu beantragen, scheiterten an einem neuen interkonsularen Datenaustausch, der frühere Ablehnungen meldet.
Konsulate haben zudem aufgehört, monatliche Visumsstatistiken zu veröffentlichen, was Trends verschleiert, gerade jetzt, wo die Nachfrage nach Reisen in die USA wieder anzieht. Reiseverbände befürchten eine abschreckende Wirkung ähnlich dem Einbruch nach dem 11. September und warnen, dass London als Indikator dafür gilt, wie andere Botschaften die Richtlinie umsetzen könnten.
Praktische Empfehlungen für Mobility-Manager sind tiefere Hintergrundprüfungen bei Versetzungen, frühzeitige Planung von Verzichtsanträgen und verstärkte Nutzung von Remote-Optionen für Vorstandssitzungen und Compliance-Treffen. Angesichts des bereits bestehenden Visumbonds und der 250-Dollar-„Integritätsgebühr“ müssen Unternehmen nun auch die zunehmende Unvorhersehbarkeit in die Kalkulation für Entsendungen in die USA einbeziehen.
Einwanderungsanwälte erklärten der FT, dass Ablehnungen nach Abschnitt 214(b) – einer weit gefassten Regelung, die von Antragstellern den Nachweis der Nicht-Einwanderungsabsicht verlangt – seit Beginn der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump im Januar 2025 stark zugenommen haben. Die Verschärfung hängt mit der „Catch-and-Revoke“-Anweisung von Außenminister Marco Rubio zusammen, die weltweit alle Posten anweist, jegliche kriminelle Vorgeschichte, egal wie alt, bei der Zulassungsprüfung erneut zu prüfen. Entscheidend ist, dass Beamte ohne Angabe konkreter Gründe ablehnen können, was den Antragstellern kaum Möglichkeiten lässt, außer einem kostenintensiven Verzichtsverfahren, das die Bearbeitungszeit um Monate verlängern kann.
Die wirtschaftlichen Folgen sind unmittelbar spürbar. Britische und europäische Unternehmen berichten, dass Führungskräfte wichtige Vorstandssitzungen, Hauptvorträge auf Messen und Investorenveranstaltungen in New York und San Francisco verpasst haben. Ein Luft- und Raumfahrtunternehmen musste ein Produkt-Launch-Team über Dublin umleiten, nur um bei der Ankunft eine Visumsstornierung wegen einer Nachkontrolle zu erleben. Versuche, Visa an „einfacheren“ Standorten wie Paris oder Madrid zu beantragen, scheiterten an einem neuen interkonsularen Datenaustausch, der frühere Ablehnungen meldet.
Konsulate haben zudem aufgehört, monatliche Visumsstatistiken zu veröffentlichen, was Trends verschleiert, gerade jetzt, wo die Nachfrage nach Reisen in die USA wieder anzieht. Reiseverbände befürchten eine abschreckende Wirkung ähnlich dem Einbruch nach dem 11. September und warnen, dass London als Indikator dafür gilt, wie andere Botschaften die Richtlinie umsetzen könnten.
Praktische Empfehlungen für Mobility-Manager sind tiefere Hintergrundprüfungen bei Versetzungen, frühzeitige Planung von Verzichtsanträgen und verstärkte Nutzung von Remote-Optionen für Vorstandssitzungen und Compliance-Treffen. Angesichts des bereits bestehenden Visumbonds und der 250-Dollar-„Integritätsgebühr“ müssen Unternehmen nun auch die zunehmende Unvorhersehbarkeit in die Kalkulation für Entsendungen in die USA einbeziehen.
Quelle: Financial Times
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