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Flughäfen im Großraum Paris bitten die EU, die vollständige Einführung des EES bis nach der Sommerspitze zu verschieben

Feb. 26, 2026
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Flughäfen im Großraum Paris bitten die EU, die vollständige Einführung des EES bis nach der Sommerspitze zu verschieben
Aéroports de Paris (ADP), Betreiber der Flughäfen Paris-Charles-de-Gaulle und Orly, hat offiziell bei der Europäischen Kommission beantragt, Frankreich die Aussetzung der vollständigen Einführung des EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES) während der stark frequentierten Reisezeit von Juni bis August zu gestatten. Dieser Antrag folgt auf begrenzte Tests, die eine bis zu 70 % längere Abfertigungszeit zeigten, sowie Warnungen von Branchenverbänden vor vierstündigen Warteschlangen, sobald das biometrische Grenzregime ab dem 10. April 2026 verpflichtend wird.

Die stellvertretende Geschäftsführerin Justine Coutard erklärte gegenüber Journalisten, dass zwar bereits 300 Selbstbedienungskioske installiert und weitere 120 bestellt wurden, die Flughäfen das System jedoch noch nicht mit Passagierzahlen auf Sommerniveau getestet haben. „Sobald wir übermäßige Wartezeiten feststellen, schalten wir auf manuelle Stempelung um; eine verpflichtende Einführung des EES im Juli wäre extrem riskant“, so Coutard.

Flughäfen im Großraum Paris bitten die EU, die vollständige Einführung des EES bis nach der Sommerspitze zu verschieben


Nach den aktuellen EU-Vorschriften dürfen Mitgliedstaaten das EES bei kritischer Überlastung bis zu sechs Stunden aussetzen. ADP argumentiert jedoch, dass eine generelle Sommerausnahme den Betreibern mehr Spielraum geben würde, um Softwarefehler zu beheben, Personal zu schulen und die Abläufe in den Terminals anzupassen. Der Antrag steht im Einklang mit einem gemeinsamen Schreiben von ACI Europe, IATA und Airlines for Europe Anfang dieses Monats.

Für Unternehmen ist die Debatte mehr als theoretisch. Paris wickelt ein Drittel des französischen Fernverkehrs ab, und der Sommer fällt mit wichtigen Messen wie der VivaTech zusammen. Personal- und Reisemanagement sollten Reisende frühzeitig über mögliche Grenzstaus informieren, zur frühzeitigen Registrierung ermutigen und großzügige Anschlusszeiten einplanen – insbesondere für Nicht-EU-Entsandte, die bei der ersten Einreise Fingerabdrücke und Gesichtsbilder abgeben müssen.

Ob Brüssel zusätzliche Flexibilität gewährt, ist noch unklar, eine Entscheidung wird jedoch vor Ostern erwartet. Sollte der Antrag abgelehnt werden, will ADP stark auf die sechs Stunden Aussetzungsmöglichkeit setzen; Mobilitätsteams sollten Ankündigungen genau verfolgen und auf kurzfristige Änderungen bei den Grenzverfahren vorbereitet sein.
Quelle: The Connexion

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