
Spanien steht kurz vor dem Start seines ehrgeizigsten Legalisierungsprogramms seit zwei Jahrzehnten – einem einmaligen Verfahren, das mehreren hunderttausend undokumentierten Ausländern, die nachweisen können, dass sie vor dem 31. Dezember 2025 im Land gelebt haben, eine Aufenthaltserlaubnis gewähren könnte. Laut der valencianischen Niederlassung der Gewerkschaft Comisiones Obreras (CCOO) plant das Ministerium für Inklusion und Migration, die entsprechende Verordnung in der ersten Aprilwoche im Amtsblatt (BOE) zu veröffentlichen. Damit öffnet sich ein 90-tägiges Antragsfenster, das Ende Juni schließt. Erfolgreiche Antragsteller erhalten eine einjährige Aufenthaltserlaubnis, die verlängert werden kann, wenn sie eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen oder weiterhin Arbeit suchen.
Obwohl die Regierung Sánchez die außerordentliche Legalisierung bereits im Januar ankündigte, sind die Details erst nach und nach bekannt geworden, was NGOs, Arbeitgeber und Migranten verunsichert hat. Die CCOO veranstaltet landesweit wöchentliche Informationsversammlungen – allein in Valencia gab es seit Februar über zwanzig Treffen –, um potenzielle Antragsteller über die erforderlichen Unterlagen zu informieren und vor Betrug zu warnen. Entscheidend ist der Nachweis eines mindestens fünfmonatigen ununterbrochenen Aufenthalts in Spanien (Meldebescheinigungen, Mietverträge, Stromrechnungen) sowie ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis.
Anträge können an ausgewählten Poststellen, Sozialversicherungsämtern, akkreditierten NGOs und autorisierten Gewerkschaften eingereicht werden, um die ohnehin überlasteten Ausländerbehörden in den Provinzen zu entlasten. Für globale Mobilitätsteams und Personalverantwortliche könnte diese Maßnahme ein Wendepunkt sein. Branchen wie Gastgewerbe, Landwirtschaft und Bauwesen leiden unter akutem Arbeitskräftemangel, viele Arbeitgeber haben bisher auf Subunternehmer mit unsicherem Aufenthaltsstatus zurückgegriffen. Nach der Legalisierung können Migranten reguläre Arbeitsverträge abschließen, sich im Gesundheitssystem anmelden und Bankkonten eröffnen, was die Lohnabrechnung erleichtert und die Transparenz in der Lieferkette stärkt.
Unternehmen, die für den Sommer saisonale oder projektbezogene Mitarbeiter in Spanien planen, sollten ihre internen Onboarding-Richtlinien für neu legalisierte Beschäftigte überprüfen und sicherstellen, dass die Lohnabrechnungssysteme NIE-Nummern (Ausländer-Identifikationsnummern) schnell aktualisieren können. Das Migrationsministerium hat versprochen, die Fälle innerhalb von drei Monaten zu bearbeiten, indem es Personal umverteilt und die verbesserte MERCURIO-Plattform für das Einwanderungsmanagement nutzt. Die CCOO warnt jedoch, dass Verzögerungen unvermeidlich sind, wenn keine zusätzlichen Stellen im öffentlichen Dienst geschaffen werden und private „Gestoría“-Firmen schutzbedürftige Migranten mit überhöhten Gebühren ausbeuten. Die Gewerkschaft rät Antragstellern, nur offizielle Kanäle zu nutzen und bei gefälschten Meldebescheinigungen oder fingierten Arbeitsangeboten wachsam zu sein – Betrug, der zu Ablehnungen und strafrechtlichen Konsequenzen führen kann.
Politisch bleibt die Legalisierung umstritten. Oppositionsparteien befürchten, dass sie als Anreiz für weitere Migration wirkt, während Regionalregierungen wie Katalonien erfolglos versucht haben, Sprachtests als Voraussetzung durchzusetzen. Das Innenministerium betont, dass das Programm die Realitäten des Arbeitsmarktes und den demografischen Wandel Spaniens widerspiegelt: Prognosen zufolge werden jährlich mindestens 250.000 zusätzliche Arbeitskräfte benötigt, um Renten und Gesundheitsversorgung zu sichern.
Für multinationale Unternehmen mit Niederlassungen in Spanien lautet die klare Botschaft: BOE-Veröffentlichungen täglich verfolgen, Musterarbeitsverträge für berechtigte Arbeitnehmer vorbereiten und die Unternehmenspolitik zu ethischer Rekrutierung sowie Betrugsprävention transparent kommunizieren.
Obwohl die Regierung Sánchez die außerordentliche Legalisierung bereits im Januar ankündigte, sind die Details erst nach und nach bekannt geworden, was NGOs, Arbeitgeber und Migranten verunsichert hat. Die CCOO veranstaltet landesweit wöchentliche Informationsversammlungen – allein in Valencia gab es seit Februar über zwanzig Treffen –, um potenzielle Antragsteller über die erforderlichen Unterlagen zu informieren und vor Betrug zu warnen. Entscheidend ist der Nachweis eines mindestens fünfmonatigen ununterbrochenen Aufenthalts in Spanien (Meldebescheinigungen, Mietverträge, Stromrechnungen) sowie ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis.
Anträge können an ausgewählten Poststellen, Sozialversicherungsämtern, akkreditierten NGOs und autorisierten Gewerkschaften eingereicht werden, um die ohnehin überlasteten Ausländerbehörden in den Provinzen zu entlasten. Für globale Mobilitätsteams und Personalverantwortliche könnte diese Maßnahme ein Wendepunkt sein. Branchen wie Gastgewerbe, Landwirtschaft und Bauwesen leiden unter akutem Arbeitskräftemangel, viele Arbeitgeber haben bisher auf Subunternehmer mit unsicherem Aufenthaltsstatus zurückgegriffen. Nach der Legalisierung können Migranten reguläre Arbeitsverträge abschließen, sich im Gesundheitssystem anmelden und Bankkonten eröffnen, was die Lohnabrechnung erleichtert und die Transparenz in der Lieferkette stärkt.
Unternehmen, die für den Sommer saisonale oder projektbezogene Mitarbeiter in Spanien planen, sollten ihre internen Onboarding-Richtlinien für neu legalisierte Beschäftigte überprüfen und sicherstellen, dass die Lohnabrechnungssysteme NIE-Nummern (Ausländer-Identifikationsnummern) schnell aktualisieren können. Das Migrationsministerium hat versprochen, die Fälle innerhalb von drei Monaten zu bearbeiten, indem es Personal umverteilt und die verbesserte MERCURIO-Plattform für das Einwanderungsmanagement nutzt. Die CCOO warnt jedoch, dass Verzögerungen unvermeidlich sind, wenn keine zusätzlichen Stellen im öffentlichen Dienst geschaffen werden und private „Gestoría“-Firmen schutzbedürftige Migranten mit überhöhten Gebühren ausbeuten. Die Gewerkschaft rät Antragstellern, nur offizielle Kanäle zu nutzen und bei gefälschten Meldebescheinigungen oder fingierten Arbeitsangeboten wachsam zu sein – Betrug, der zu Ablehnungen und strafrechtlichen Konsequenzen führen kann.
Politisch bleibt die Legalisierung umstritten. Oppositionsparteien befürchten, dass sie als Anreiz für weitere Migration wirkt, während Regionalregierungen wie Katalonien erfolglos versucht haben, Sprachtests als Voraussetzung durchzusetzen. Das Innenministerium betont, dass das Programm die Realitäten des Arbeitsmarktes und den demografischen Wandel Spaniens widerspiegelt: Prognosen zufolge werden jährlich mindestens 250.000 zusätzliche Arbeitskräfte benötigt, um Renten und Gesundheitsversorgung zu sichern.
Für multinationale Unternehmen mit Niederlassungen in Spanien lautet die klare Botschaft: BOE-Veröffentlichungen täglich verfolgen, Musterarbeitsverträge für berechtigte Arbeitnehmer vorbereiten und die Unternehmenspolitik zu ethischer Rekrutierung sowie Betrugsprävention transparent kommunizieren.
Quelle: Cadena SER
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