
Der bisher dramatischste Vorfall im Zusammenhang mit dem EES in Italien ereignete sich am Flughafen Mailand Linate, als der EasyJet-Flug EJU 5420 nach Manchester am 12. April mit nur 34 von 156 gebuchten Passagieren abflog. Die Reiseseite The Traveler veröffentlichte am 15. April Augenzeugenberichte, die von Passkontrollschlangen berichteten, die sich über die gesamte Abflughalle erstreckten, wobei einige Reisende in der Enge ohnmächtig wurden. Das Personal verlängerte das Boarding-Fenster um fast eine Stunde, doch die Dienstzeitbegrenzungen der Crew zwangen zum letztendlichen Abflug, wodurch rund 100 Kunden zurückblieben. Passagiere berichteten, sie seien mehr als zwei Stunden vor Abflug am Flughafen eingetroffen, hätten aber die meiste Zeit mit der biometrischen Registrierung verbracht. EasyJet bot kostenlose Umbuchungen auf spätere Flüge an, doch viele Reisende hatten Hotelkosten und zusätzliche Urlaubstage zu tragen. Verbraucherschutzgruppen weisen darauf hin, dass eine Entschädigung nach EU261 unwahrscheinlich ist, da die Verzögerung durch staatlich vorgeschriebene Grenzverfahren verursacht wurde, die außerhalb der Kontrolle der Fluggesellschaft liegen. Der Vorfall hat in den italienischen Medien für Aufsehen gesorgt, Oppositionsabgeordnete werfen der Regierung vor, trotz monatelanger Warnungen nicht ausreichend Personal bereitgestellt zu haben. Die Zivilluftfahrtbehörde (ENAC) hat eine Untersuchung eingeleitet, ob die Notfallpläne am Flughafen Linate die Mindestanforderungen des Nationalen Flughafenplans erfüllten. Für Manager im Bereich globale Mobilität unterstreicht der Vorfall die Notwendigkeit proaktiver Mitarbeiterinformationen. Mehrere multinationale Unternehmen haben begonnen, „EES-Überlebensleitfäden“ herauszugeben, die Reisenden raten, nach der Sicherheitskontrolle direkt zur Passkontrolle zu gehen, Wasser mitzunehmen und bei wichtigen Terminen am selben Tag Morgenflüge den Mittagszeiten vorzuziehen. Der Flughafenbetreiber SEA Milano kündigt an, bis Mitte Juni 20 zusätzliche e-Gates zu installieren und eine separate Halle für die biometrische Registrierung einzurichten. Bis dahin sollten Passagiere – insbesondere britische Staatsbürger und andere Nicht-EU-Bürger – großzügige Zeitpuffer für Abflug- und Ankunftsformalitäten einplanen.
Quelle: The Traveler
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Italien.Mehr von Italien
Alle anzeigen
Flugchaos nimmt zu: Am 15. April wurden an fünf italienischen Drehkreuzen 356 Verspätungen und 54 Ausfälle verzeichnet
Italien steht vor dreistündigen Passschlangen, während das EU-Ein- und Ausreisesystem in Betrieb geht