
Die Lufthansa Group wird zwischen jetzt und Oktober 20.000 Flüge streichen, um die stark gestiegenen Treibstoffkosten und die finanziellen Folgen der jüngsten Streiks von Piloten und Kabinenpersonal auszugleichen. Laut der Ankündigung der Fluggesellschaft vom 22. April werden die Verbindungen auf sechs europäische Drehkreuze konzentriert – Frankfurt, München, Zürich, Wien, Rom und Brüssel. Dadurch kann die Airline den Passagierfluss aufrechterhalten, während die Anzahl der geflogenen Strecken reduziert und schätzungsweise 40.000 Tonnen Kerosin eingespart werden.
Für belgische Unternehmen ist diese Entscheidung zweischneidig. Positiv ist, dass der Flughafen Brüssel durch die Bündelung dünnerer Strecken zusätzliche Langstreckenverbindungen erhält; Lufthansa plant, einige Frankfurt-Brüssel-Flüge auf Großraumflugzeuge umzustellen, um interkontinentale Verbindungen zu sichern. Negativ ist, dass Reisende, deren Direktflüge gestrichen wurden, mit Umleitungen und möglichen Übernachtungen rechnen müssen – Kosten, die Arbeitgeber gemäß EU-Verordnung 261/2004 tragen müssen, sofern die Fluggesellschaft keine „außergewöhnlichen Umstände“ nachweisen kann. Reiseverantwortliche sollten daher aktive Buchungen umgehend überprüfen.
Das Branchenunternehmen AirHelp schätzt, dass bereits während des fünftägigen Streiks Anfang April rund 4.000 Flüge beeinträchtigt wurden, und erwartet, dass sich der Rückstau durch die Neugestaltung der Flugpläne noch vergrößert. Die Wartezeiten für Umbuchungen im Lufthansa-Ticketbüro in Brüssel liegen derzeit bei 48 bis 72 Stunden, weshalb eine proaktive Umbuchung über Reisebüros empfohlen wird.
Die Brussels Airport Company begrüßte die Maßnahme und wies darauf hin, dass zusätzlicher Zubringerverkehr teilweise die Kapazitätsverluste durch die jüngsten Kürzungen von Ryanair ausgleichen könnte. Flughafen-COO Arnaud Feist warnte jedoch, dass das Drehkreuz eng mit der Flugsicherung skeyes zusammenarbeiten müsse, um die Start- und Landerechte während der morgendlichen und abendlichen Spitzenzeiten zu koordinieren.
Blickt man in die Zukunft, sehen Analysten von Raymond James in der Umstrukturierung möglicherweise einen langfristigen Wandel in der Netzwerkstrategie der Lufthansa, bei dem Brüssel eine größere Rolle im Multi-Hub-Modell der Gruppe einnimmt – eine Entwicklung, die Belgiens Anbindung verbessern, das Land aber auch künftigen Arbeitskonflikten innerhalb der deutschen Fluggesellschaft aussetzen könnte.
Für belgische Unternehmen ist diese Entscheidung zweischneidig. Positiv ist, dass der Flughafen Brüssel durch die Bündelung dünnerer Strecken zusätzliche Langstreckenverbindungen erhält; Lufthansa plant, einige Frankfurt-Brüssel-Flüge auf Großraumflugzeuge umzustellen, um interkontinentale Verbindungen zu sichern. Negativ ist, dass Reisende, deren Direktflüge gestrichen wurden, mit Umleitungen und möglichen Übernachtungen rechnen müssen – Kosten, die Arbeitgeber gemäß EU-Verordnung 261/2004 tragen müssen, sofern die Fluggesellschaft keine „außergewöhnlichen Umstände“ nachweisen kann. Reiseverantwortliche sollten daher aktive Buchungen umgehend überprüfen.
Das Branchenunternehmen AirHelp schätzt, dass bereits während des fünftägigen Streiks Anfang April rund 4.000 Flüge beeinträchtigt wurden, und erwartet, dass sich der Rückstau durch die Neugestaltung der Flugpläne noch vergrößert. Die Wartezeiten für Umbuchungen im Lufthansa-Ticketbüro in Brüssel liegen derzeit bei 48 bis 72 Stunden, weshalb eine proaktive Umbuchung über Reisebüros empfohlen wird.
Die Brussels Airport Company begrüßte die Maßnahme und wies darauf hin, dass zusätzlicher Zubringerverkehr teilweise die Kapazitätsverluste durch die jüngsten Kürzungen von Ryanair ausgleichen könnte. Flughafen-COO Arnaud Feist warnte jedoch, dass das Drehkreuz eng mit der Flugsicherung skeyes zusammenarbeiten müsse, um die Start- und Landerechte während der morgendlichen und abendlichen Spitzenzeiten zu koordinieren.
Blickt man in die Zukunft, sehen Analysten von Raymond James in der Umstrukturierung möglicherweise einen langfristigen Wandel in der Netzwerkstrategie der Lufthansa, bei dem Brüssel eine größere Rolle im Multi-Hub-Modell der Gruppe einnimmt – eine Entwicklung, die Belgiens Anbindung verbessern, das Land aber auch künftigen Arbeitskonflikten innerhalb der deutschen Fluggesellschaft aussetzen könnte.
Quelle: Brussels Signal