
British Columbia setzte seine aggressive Talentsuche diese Woche fort und verschickte am 14. Mai 437 Einladungen im Rahmen des provinziellen Skills Immigration (SI)-Programms, deren Ergebnisse am 17. Mai öffentlich bekannt gegeben wurden. Die Ziehung – die fünfte SI-Runde 2026 in British Columbia – konzentrierte sich auf zwei entscheidende Auswahlkriterien: (1) ein TEER 0–3 Jobangebot mit einem Stundenlohn von mindestens 59 kanadischen Dollar (ca. 120.000 CAD jährlich) und (2) eine Registrierungspunktzahl von 135 oder mehr. Etwas mehr als die Hälfte der Einladungen (225) gingen an die Gruppe mit hohem Lohnniveau, was den Fokus der Provinz unterstreicht, erfahrene und gut bezahlte Fachkräfte für schnell wachsende Branchen wie digitale Unterhaltung, Clean-Tech-Produktion und Life Sciences zu gewinnen. Die SI-Kategorie steht im Zentrum von British Columbias „Innovate“-Initiative, die mittlerweile als Vorbild für andere Provinzen gilt. Die Verantwortlichen nutzen ein Punktesystem mit maximal 200 Punkten, um Kandidaten anhand von Humankapital- und Wirtschaftsmerkmalen zu bewerten und nur diejenigen auszuwählen, deren Profile am besten zu aktuellen Arbeitskräftemangel und regionalen Entwicklungszielen passen. Bewerber, die eine provinzielle Nominierung erhalten, bekommen automatisch 600 Punkte zu ihrem Express Entry Comprehensive Ranking System (CRS) hinzugefügt, was praktisch eine Einladung zur Antragstellung auf eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bei Immigration, Refugees and Citizenship Canada (IRCC) garantiert. Diese jüngste Runde ist die drittgrößte SI-Auslosung 2026 und bringt die Gesamtzahl der SI-Einladungen in der Provinz in diesem Jahr auf 2.143. British Columbia führte 2026 zudem acht Entrepreneur Immigration-Ziehungen durch, die sich an Gründer richten, die in prioritäre Regionen außerhalb von Metro Vancouver investieren. Für multinationale Arbeitgeber ist die Botschaft klar: B.C. belohnt Unternehmen, die gut bezahlte, hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Ausländische Arbeitskräfte mit einem qualifizierenden Jobangebot aus B.C. sollten schnell ihre SI-Registrierung einreichen oder aktualisieren, während Mobility-Manager in Unternehmen ihre Gehälter am Schwellenwert von 59 CAD pro Stunde ausrichten sollten, um die Erfolgschancen der Kandidaten zu maximieren. Ein Blick in die Zukunft: Provinzbeamte deuteten an, dass künftige „wirtschaftlich besonders wirkungsvolle“ Ziehungen auf neue Kriterien setzen könnten – etwa auf provinziale Berufsqualifikationen oder Französischkenntnisse – und damit die kategoriebezogenen Express Entry-Auswahlen Ottawas widerspiegeln. Arbeitgeber sollten daher die BCPNP-Bekanntmachungen genau verfolgen und ihre Mobilitätsstrategien entsprechend anpassen.
Quelle: CIC News
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