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USCIS lockert Haltung zu umstrittenem Memo zur Statusanpassung nach Arbeitgeberprotesten

Juni 3, 2026
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USCIS lockert Haltung zu umstrittenem Memo zur Statusanpassung nach Arbeitgeberprotesten
Die US-Einwanderungsbehörde USCIS hat eine schriftliche Klarstellung veröffentlicht, die die weitreichende Formulierung ihres Richtlinienmemorandums vom 21. Mai abschwächt. Dieses hatte den Statusanpassungsprozess (Adjustment of Status, AOS) – das Verfahren, mit dem viele ausländische Fachkräfte in den USA eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erhalten – als „außergewöhnlichen, diskretionären Vorteil“ dargestellt. Die am 2. Juni an Journalisten verbreitete Folgebotschaft beruhigt die Befürchtungen, dass Tausende laufende und zukünftige Green-Card-Anträge an ausländische Konsulate verwiesen werden könnten.

Das ursprüngliche Memo hatte Unternehmensanwälte im Bereich Einwanderung überrascht, da es nahelegte, dass die konsularische Bearbeitung im Ausland und nicht der AOS-Prozess innerhalb der USA der „normale“ Weg zur Green Card sein sollte. Mobility-Teams warnten, dass die erzwungene Ausreise von H-1B-, L-1- und F-1-STEM-Fachkräften mitten im Verfahren Projektzeitpläne durcheinanderbringen, zu Engpässen bei Visumslots in unterbesetzten Konsulaten führen und das Risiko von Wiedereinreiseverweigerungen erhöhen würde.

In der Klarstellung vom 2. Juni – zuerst von Mintz in einem JD Supra-Alert berichtet – erklärt USCIS, dass Antragsteller, deren Fälle „einen wirtschaftlichen Nutzen bringen oder anderweitig im nationalen Interesse liegen“, in der Regel auf dem AOS-Weg bleiben dürfen, während nur bestimmte diskretionäre Fälle zur konsularischen Bearbeitung verwiesen werden könnten. Praktiker interpretieren dies so, dass die meisten beschäftigungsbasierten Anträge von regelkonformen Unternehmen wie gewohnt weiterbearbeitet werden, während ausländische Staatsangehörige mit Statusverstößen, Vorstrafen oder Verbindungen zu Ländern mit Reisebeschränkungen umgeleitet werden könnten.

USCIS lockert Haltung zu umstrittenem Memo zur Statusanpassung nach Arbeitgeberprotesten


Die teilweise Rücknahme der ursprünglichen Position folgt auf intensives Lobbying der American Immigration Lawyers Association (AILA) und Wirtschaftsverbänden, die argumentierten, das Memo würde die Ansiedlung kritischer Fachkräfte in den USA in einer Zeit akuten Arbeitskräftemangels gefährden. Mehrere Unternehmen im Silicon Valley bereiteten Klagen unter Berufung auf das Administrative Procedure Act vor, falls USCIS flächendeckend AOS-Anträge ablehnen sollte.

Was Arbeitgeber jetzt tun sollten: 1) Weiterhin I-485-Anträge für qualifizierte Mitarbeiter mit aktuellen Prioritätsdaten einreichen und nationale Interessen- oder wirtschaftliche Nutzenargumente in Begleitschreiben hervorheben; 2) Fälle mit Statusverstößen oder strafrechtlichen Problemen zur intensiven juristischen Prüfung kennzeichnen; 3) Notfallpläne für eine mögliche konsularische Bearbeitung im Ausland vorbereiten, wenn Risikofaktoren vorliegen.

Mobility-Verantwortliche sollten die ausländischen Mitarbeiter darüber informieren, dass der AOS-Weg weiterhin möglich ist, jedoch einer strengeren diskretionären Prüfung unterliegt. Beteiligte erwarten weitere Klarstellungen im nächsten Stakeholder-Engagement-Call Ende des Monats. Bis dahin verschafft die Erklärung vom 2. Juni etwas Luft und zeigt, dass USCIS die geschäftlichen Auswirkungen einer vollständigen Umstellung auf konsularische Bearbeitung berücksichtigt.
Quelle: JD Supra – Mintz Immigration Viewpoints

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