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Ryanair verschärft Streit um spanische Flughafengebühren und warnt vor weiteren Kapazitätskürzungen

Juni 17, 2026
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Ryanair verschärft Streit um spanische Flughafengebühren und warnt vor weiteren Kapazitätskürzungen
Ryanair erneuert seinen öffentlichen Streit mit dem spanischen Verkehrsministerium und dem Flughafenbetreiber Aena und kritisiert, dass die aufeinanderfolgenden Erhöhungen der Flughafengebühren – 4,1 % für 2024 und 6,4 % in diesem Jahr – die Wettbewerbsfähigkeit Spaniens untergraben. In einer am 16. Juni veröffentlichten Stellungnahme bestätigte die Fluggesellschaft, dass sie drei Millionen Sitzplätze aus dem Winterflugplan 2026 streichen wird und „weitere Kürzungen prüft“, falls die Gebühren nicht eingefroren werden. Seit 2024 hat Ryanair seine Basis in Santiago de Compostela geschlossen und den Betrieb in Valladolid, Jerez, Asturien, Teneriffa Nord und Vigo eingestellt. Während das Wachstum in Málaga und Alicante aufrechterhalten wird, warnt die Airline, dass regionale Flughäfen ihre Anbindung verlieren könnten – gerade jetzt, wo Spanien sich auf den Tourismusboom zur Fußball-WM 2030 vorbereitet. Für Mobilitätsplaner in Unternehmen schafft der Konflikt Unsicherheit bei Mittelstreckenverbindungen von sekundären Städten. Firmen mit Produktionsstätten in Galicien und Andalusien müssten Reisende womöglich über Madrid oder Lissabon umleiten, was Kosten und Reisezeit erhöht. Wirtschaftsförderer warnen, dass reduzierte Flugfrequenzen ausländische Investitionen in den betroffenen Regionen abschrecken könnten. Aena entgegnet, dass die Gebührenerhöhungen lediglich die Inflation nach einer zehnjährigen Pause ausgleichen und Investitionen in Terminalmodernisierungen, Nachhaltigkeitsprojekte und biometrische Boarding-Systeme finanzieren. Der Betreiber weist darauf hin, dass die durchschnittliche Gebühr pro abfliegendem Passagier (€10,28) selbst nach der Erhöhung unter dem EU-Durchschnitt von €12,90 liegt. Die Verhandlungen sind festgefahren. Ryanair fordert eine langfristige Deckelung und leistungsabhängige Rabatte, während Madrid betont, dass weitere Entlastungen gegen den von der Aufsichtsbehörde genehmigten Regulierungsrahmen verstoßen würden. Analysten gehen davon aus, dass Ryanair die Kapazitätszuteilung für den Sommer 2027 als nächstes Druckmittel einsetzen wird.
Quelle: EL PAÍS

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