
Am Dienstagabend erhielten Einwanderungsberater ein neues Update des Innenministeriums zu Anhang Skilled Worker und den begleitenden Sponsor-Richtlinien, datiert auf den 23. Juni, das jedoch rechtlich erst ab dem 9. April 2027 wirksam wird. Die größte Änderung betrifft ein hartes Vorgehen gegen Arbeitgeber, die versuchen, Einwanderungskosten von gesponserten Arbeitnehmern zurückzufordern. Ab dem Inkrafttreten dürfen Sponsoren keine Lizenzgebühren, Kosten für das Certificate of Sponsorship oder die Immigration Skills Charge direkt vom Gehalt der Arbeitnehmer abziehen oder über Darlehen oder Investitionsmodelle zurückfordern. Verstöße können zur Aussetzung oder zum Entzug der Lizenz für alle gesponserten Programme führen, nicht nur für Skilled Worker. Personal- und Gehaltsabrechnungsteams müssen alle Gehaltsverzichts- oder Rückzahlungsvereinbarungen prüfen, um die Einhaltung sicherzustellen. Die Regeln schließen zudem jegliche Zahlungen „vom Antragsteller an den Sponsor“ – einschließlich Investitionen – aus der Gehaltsberechnung für die Einhaltung der Mindestlohnschwelle aus, womit eine Schlupfloch geschlossen wird, das einige Start-ups genutzt hatten, um Löhne durch Aktienkäufe aufzubessern. Übergangsregelungen gelten für Tier-2-(General)-Migranten, die vor dem 1. Dezember 2026 mit demselben Sponsor verlängern, sofern Zulagen garantiert sind und auch an dauerhaft ansässige Arbeitnehmer in vergleichbaren Positionen gezahlt würden. Für Mobility-Manager lautet die klare Botschaft: Überprüfen Sie jetzt Arbeitsverträge, Entsendungsvereinbarungen und Rückforderungsrichtlinien. Budgetverantwortliche sollten davon ausgehen, dass 100 % der Sponsoring-Kosten vom Arbeitgeber getragen werden müssen und nicht zurückgefordert werden können, selbst wenn der Arbeitnehmer vorzeitig ausscheidet. Die Nichteinhaltung kann nicht nur zu Lizenzmaßnahmen, sondern auch zu zivilrechtlichen Sanktionen nach dem Border Security, Asylum and Immigration Act 2025 führen. Sponsoren sollten zudem beachten, dass es keine Definition für „verbundene Organisation“ gibt. Bis das Innenministerium Klarheit schafft, ist es ratsam, jegliche Vereinbarungen zu vermeiden, bei denen Gelder vom Arbeitnehmer an eine Gruppengesellschaft fließen könnten, wenn diese als Gehaltszuschuss gewertet werden könnten.
Quelle: Five Star International
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