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Italien genehmigt 500.000 neue Quoten für ausländische Arbeitskräfte im Rahmen des Flussdekrets 2026-2028

Juni 25, 2026
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Italien genehmigt 500.000 neue Quoten für ausländische Arbeitskräfte im Rahmen des Flussdekrets 2026-2028
Der italienische Ministerrat hat das lang erwartete Flussdekret für den Dreijahreszeitraum 2026-2028 verabschiedet, das die Einreise von bis zu 500.000 Nicht-EU-Arbeitnehmern erlaubt. 230.550 Plätze sind für nicht-saisonale und selbstständige Tätigkeiten in den Bereichen Produktion, Bau, Straßentransport, Pflege und High-Tech-Dienstleistungen reserviert, während 267.000 Stellen für Saisonarbeit in Landwirtschaft und Tourismus vorgesehen sind. Das neue Dekret stellt die größte Erweiterung der legalen Migrationskanäle Italiens seit über einem Jahrzehnt dar und spiegelt den Druck von Wirtschaftsverbänden wider, die vor einem akuten Arbeitskräftemangel warnen, da die Erwerbsbevölkerung altert und die Arbeitslosenquote unter 7 Prozent fällt. Regierungsquellen zufolge wurden die Quoten anhand der von Arbeitgebern eingereichten Anträge und der tatsächlich in den Vorjahren ausgestellten Arbeitserlaubnisse kalkuliert, um die Überzeichnung zu vermeiden, die frühere „Click-Day“-Runden geprägt hat. Rom signalisiert zudem eine Abkehr vom bisherigen jährlichen Ansturm auf Arbeitserlaubnisse. Das Dekret sieht Pilotprojekte vor, die es Unternehmen in Mangelberufen ermöglichen, Anträge außerhalb des Quotensystems zu stellen, sofern sie in Vorbereitungstrainings in den Herkunftsländern der Migranten investieren. Die Ministerien für Arbeit und Außenpolitik wurden beauftragt, innerhalb von sechs Monaten bilaterale Qualifizierungsprogramme zu erarbeiten. Für Mobility-Manager bietet das Dekret eine klare Planungsperspektive: Große multinationale Unternehmen können ihre Personalplanung für die nächsten drei Geschäftsjahre vornehmen und grenzüberschreitende Talentpools in Logistik, IT und Gastgewerbe erschließen. Kleinere Firmen bleiben jedoch auf drei Anträge pro Jahr beschränkt, es sei denn, sie schließen sich akkreditierten Arbeitgeberverbänden an, die zusätzliche Plätze sponsern können. Praktische nächste Schritte: Das Innenministerium wird voraussichtlich innerhalb von 15 Tagen die Verfahrensrichtlinie veröffentlichen, danach öffnet das Online-Portal für Anträge. Unternehmen sollten jetzt Unternehmensdokumente sammeln und übersetzte Stellenangebote vorbereiten, da das Kontingent meist innerhalb weniger Stunden ausgeschöpft ist. Familienzusammenführung und innerbetriebliche Versetzungen bleiben außerhalb der Quote und folgen den bestehenden Regelungen.
Quelle: La Sicilia

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