
Die für ihre häufigen Streiks bekannte französische Flugsicherung (ATC) legte am Samstag, den 27. Juni 2026, für 24 Stunden die Arbeit nieder. Dies zwang Fluggesellschaften, die in den französischen Luftraum einfliegen, ihn durchqueren oder verlassen, dazu, 933 Flüge zu streichen und hunderte weitere umzuleiten. Der von den Gewerkschaften SNCTA und UNSA-ICNA ausgerufene Streik ist der zweite landesweite Ausstand innerhalb von drei Wochen und fällt mit dem ersten großen Reisewochenende zusammen, an dem Geschäftsreisende und Urlauber den Himmel überfluten.
Die französischen Flugsicherer fordern eine schnellere Personalrekrutierung, um die Welle an Pensionierungen auszugleichen, sowie Garantien, dass das neue Digitalisierungsprogramm „Single European Sky“ die regionalen Kontrollzentren nicht abschafft. Betroffen waren unter anderem Air France–KLM, easyJet, Ryanair, Lufthansa und die großen US-Fluggesellschaften. Allein easyJet strich 180 Flüge und warnte Kunden, dass selbst Nicht-Frankreich-Routen wie London–Barcelona oder Frankfurt–Lissabon beeinträchtigt sein könnten, da 15 % des europäischen Überflugs durch französischen Luftraum führen.
Betreiber von Geschäftsflugzeugen berichteten von kurzfristigen Slot-Beschränkungen in Le Bourget und Nizza, die lukrative Firmenflüge um bis zu vier Stunden verzögerten. Die Flughäfen Paris-Charles-de-Gaulle und Orly reduzierten ihre Kapazität während des morgendlichen Spitzenverkehrs um 45 %. Die zivile Luftfahrtbehörde DGAC forderte die Airlines auf, ihre Samstagsflüge an den regionalen Drehkreuzen Lyon, Marseille, Toulouse und Bordeaux um die Hälfte zu reduzieren. Frachtflüge mit Automobilkomponenten für Stellantis und Airbus hatten Priorität, dennoch wurden mehrere Frachtmaschinen nach Lüttich und Mailand umgeleitet, was teure Weitertransporte per Lkw nach sich zog.
Für global mobile Mitarbeiter gehen die Folgen über verpasste Anschlussflüge hinaus. Das französische Arbeitsrecht verpflichtet Arbeitgeber, Tagegelder zu zahlen, wenn entsandte Mitarbeiter feststecken. Mehrere multinationale Unternehmen berichteten gegenüber The Mobility Daily, dass ihre Krisenbudgets für den Sommer 2026 bereits erschöpft seien. Reisebüros raten Firmen, bis zur Wiederaufnahme des sozialen Dialogs 24-Stunden-Puffer in französische Reisepläne einzubauen.
Mit einem weiteren Streikaufruf für den 12. Juli beobachten Mobilitätsmanager nun, ob die Regierung mit einer Mindestdienstregelung eingreift – ein Vorschlag, den der Verkehrsminister kurz ins Spiel brachte, der aber von den Gewerkschaften vehement abgelehnt wird. Bis dahin sollten Unternehmen Krisenkommunikation für reisende Mitarbeiter aktivieren, Tickets proaktiv neu validieren und, wo möglich, Umleitungen über Brüssel, Zürich oder München in Betracht ziehen. Eurostar verzeichnete am Samstag einen 28 %igen Anstieg bei Last-Minute-Business-Class-Buchungen, was verdeutlicht, wie sich Arbeitskämpfe in einem Verkehrsträger auf das gesamte europäische Mobilitätssystem auswirken.
Die französischen Flugsicherer fordern eine schnellere Personalrekrutierung, um die Welle an Pensionierungen auszugleichen, sowie Garantien, dass das neue Digitalisierungsprogramm „Single European Sky“ die regionalen Kontrollzentren nicht abschafft. Betroffen waren unter anderem Air France–KLM, easyJet, Ryanair, Lufthansa und die großen US-Fluggesellschaften. Allein easyJet strich 180 Flüge und warnte Kunden, dass selbst Nicht-Frankreich-Routen wie London–Barcelona oder Frankfurt–Lissabon beeinträchtigt sein könnten, da 15 % des europäischen Überflugs durch französischen Luftraum führen.
Betreiber von Geschäftsflugzeugen berichteten von kurzfristigen Slot-Beschränkungen in Le Bourget und Nizza, die lukrative Firmenflüge um bis zu vier Stunden verzögerten. Die Flughäfen Paris-Charles-de-Gaulle und Orly reduzierten ihre Kapazität während des morgendlichen Spitzenverkehrs um 45 %. Die zivile Luftfahrtbehörde DGAC forderte die Airlines auf, ihre Samstagsflüge an den regionalen Drehkreuzen Lyon, Marseille, Toulouse und Bordeaux um die Hälfte zu reduzieren. Frachtflüge mit Automobilkomponenten für Stellantis und Airbus hatten Priorität, dennoch wurden mehrere Frachtmaschinen nach Lüttich und Mailand umgeleitet, was teure Weitertransporte per Lkw nach sich zog.
Für global mobile Mitarbeiter gehen die Folgen über verpasste Anschlussflüge hinaus. Das französische Arbeitsrecht verpflichtet Arbeitgeber, Tagegelder zu zahlen, wenn entsandte Mitarbeiter feststecken. Mehrere multinationale Unternehmen berichteten gegenüber The Mobility Daily, dass ihre Krisenbudgets für den Sommer 2026 bereits erschöpft seien. Reisebüros raten Firmen, bis zur Wiederaufnahme des sozialen Dialogs 24-Stunden-Puffer in französische Reisepläne einzubauen.
Mit einem weiteren Streikaufruf für den 12. Juli beobachten Mobilitätsmanager nun, ob die Regierung mit einer Mindestdienstregelung eingreift – ein Vorschlag, den der Verkehrsminister kurz ins Spiel brachte, der aber von den Gewerkschaften vehement abgelehnt wird. Bis dahin sollten Unternehmen Krisenkommunikation für reisende Mitarbeiter aktivieren, Tickets proaktiv neu validieren und, wo möglich, Umleitungen über Brüssel, Zürich oder München in Betracht ziehen. Eurostar verzeichnete am Samstag einen 28 %igen Anstieg bei Last-Minute-Business-Class-Buchungen, was verdeutlicht, wie sich Arbeitskämpfe in einem Verkehrsträger auf das gesamte europäische Mobilitätssystem auswirken.
Quelle: AK&M Newswire
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