
Auf dem ersten Human Resource Mobility Forum in Neu-Delhi enthüllte Außenminister S. Jaishankar, dass Indien 28 Migrations- und Mobilitätspartnerschaftsabkommen (MMPAs) mit 26 Ländern abgeschlossen hat, darunter Deutschland, Frankreich, Japan, Norwegen und die VAE. Diese rechtsverbindlichen Abkommen legen gegenseitig vereinbarte Kontingente und vereinfachte Verfahren für Kategorien wie innerbetriebliche Versetzungen, Vertragsdienstleister, Forscher und Studierende fest. Laut dem Minister wurden bereits mehr als fünf Millionen Genehmigungen über die staatliche e-Migrate-Plattform erteilt, auf der die neuen Abkommen aufbauen werden. Jedes MMPA enthält Verpflichtungen zu transparenter Rekrutierung, Qualifikationsanerkennung, sozialer Sicherheit und schnellen Streitbeilegungsmechanismen, um gegen unseriöse Vermittler und Menschenhändler vorzugehen. Für Arbeitgeber ist die größte Errungenschaft die Planbarkeit: Die teilnehmenden Staaten verpflichten sich, Arbeits- oder Ausbildungsgenehmigungen innerhalb festgelegter Fristen – meist 4 bis 6 Wochen – zu erteilen und Begleitpersonen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Mehrere europäische Partner haben dreijährige Aufenthalte für ICT-Manager und Spezialisten vereinbart, die einmal verlängert werden können, während Golfstaaten Pilotprojekte für vorab entwickelte Orientierungsmodule in Zusammenarbeit mit Indiens Skill India Mission starten. Jaishankar betonte, dass sichere, geordnete und legale Migration nun ein zentraler Pfeiler der indischen Außenpolitik sei und dass demografische Ungleichgewichte in vielen Industrieländern indische Fachkräfte unverzichtbar machen. Er lud weitere Regierungen ein, sich den sogenannten „vertrauenswürdigen Talentkorridoren“ anzuschließen und signalisierte, dass Verhandlungen mit den USA, Brasilien und Südkorea laufen. Globale Mobilitätsteams sollten die länderspezifischen Umsetzungsregeln, die im nächsten Quartal erwartet werden, genau beobachten. Sobald die MMPAs in Kraft sind, könnten sie die Vorlaufzeiten für Entsendungen und Kundenprojekte erheblich verkürzen, Compliance-Kosten senken und familienfreundliche Regelungen bieten, die Auslandsentsendungen für indische Mitarbeiter attraktiver machen.
Quelle: Akashvani News
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