
Fluggäste erlebten einen holprigen Wochenstart, als am 5. Juli koordinierte Betriebsstörungen an acht australischen und zwei neuseeländischen Flughäfen für Chaos sorgten. Daten des Branchenbeobachters Travel & Tour World zeigen 363 verspätete Abflüge und 21 komplette Flugausfälle in Sydney, Melbourne-Tullamarine, Brisbane, Perth, Canberra, Darwin, Gold Coast, Auckland und Christchurch. Die Ursachen für die Kettenreaktion werden auf eine Kombination aus winterlichen Wetterumleitungen, Personalengpässen durch COVID-19-bedingte Ausfälle und einem Rückstau bei der Flugzeugwartung zurückgeführt. Innerhalb Australiens traf es vor allem Qantas und Virgin Australia hart, während Air New Zealand mehrere Trans-Tasman-Flüge strich. Obwohl die meisten Verspätungen nur 30 bis 60 Minuten betrugen, zwangen die Ausfälle Hunderte von Passagieren zu späteren Flügen, was die ohnehin knappen Kapazitäten in den Schulferien zusätzlich belastete. Geschäftsreisende berichten, dass besonders Tagesverbindungen für Bergbau- und Energiearbeiter zu abgelegenen Standorten betroffen waren, da viele nur einen Flug pro Tag nutzen können. Die Airlines haben einige Abendflüge neu terminiert und größere Flugzeuge eingesetzt, doch Netzplaner warnen, dass Slot-Beschränkungen in Sydney und Melbourne eine schnelle Kapazitätsauffüllung erschweren. Reisenden, die diese Woche gebucht haben, wird geraten, längere Umsteigezeiten einzuplanen und die Apps der Fluggesellschaften wegen möglicher Gate-Änderungen im Auge zu behalten. Nach dem australischen Airline Customer Advocate-Programm haben Passagiere bei Flugausfällen innerhalb von 72 Stunden vor Abflug Anspruch auf Umbuchung auf den nächsten verfügbaren Flug oder eine Rückerstattung. Die Entschädigungsregelungen sind jedoch weniger streng als in der EU – ein Thema, das nach der jüngsten Störungswelle wieder in die politische Diskussion eingestiegen ist.
Quelle: Travel & Tour World
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