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Schweizer Parlamentarier drängen auf Verlängerung des gesetzlichen bezahlten Urlaubs – Auswirkungen auf Einsatzkosten

Juli 23, 2026
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Schweizer Parlamentarier drängen auf Verlängerung des gesetzlichen bezahlten Urlaubs – Auswirkungen auf Einsatzkosten
Ein parlamentarischer Vorstoss, der im Nationalrat eingereicht und am 22. Juli 2026 veröffentlicht wurde, fordert eine Erhöhung des gesetzlichen Mindesturlaubs in der Schweiz von vier auf fünf Wochen für alle Arbeitnehmer. Die Initiative, eingebracht von Mitte-Links-Abgeordneten, argumentiert, dass Branchen wie Landwirtschaft und Gastgewerbe hinter der de facto Norm von fünf Wochen zurückbleiben, die bereits in Banken, Pharma und IT üblich ist. Aus Sicht der globalen Mobilität könnte die Massnahme die Kostenprognosen sowohl für entsendete Mitarbeitende aus dem Ausland als auch für Schweizer Angestellte im Ausland neu justieren. Bei Inkrafttreten müssten Arbeitgeber eine zusätzliche Woche bezahlten Urlaub gewähren, was die Lohnkosten für betroffene Bereiche um rund 2 % erhöhen würde. Multinationale Unternehmen mit Rotationsmodellen – insbesondere im alpinen Baugewerbe und im saisonalen Tourismus – müssten Schichtpläne und Wohnzulagen überdenken. Die Gewerkschaften begrüssen den Vorschlag als Schritt zur Angleichung der Work-Life-Balance an die EU-Nachbarn, während der Schweizer Arbeitgeberverband vor einem Wettbewerbsnachteil warnt, zumal der starke Franken die Margen bereits belastet. HR-Berater weisen darauf hin, dass viele globale Firmen freiwillig fünf Wochen Urlaub gewähren, sodass die Gesetzesänderung vor allem KMU treffen würde, die noch den gesetzlichen Mindestanspruch anbieten. Der Vorstoss wird nun an die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit weitergeleitet, die über die Ausarbeitung eines Gesetzesentwurfs für die Plenardebatte entscheidet. Beobachter gehen davon aus, dass der Bundesrat die Idee nicht grundsätzlich ablehnen wird, aber eine schrittweise Einführung bevorzugt, um kleinen Unternehmen Anpassungszeit zu geben. Global-Mobility-Manager sollten die Auswirkungen auf Budgets für Langzeitentsendungen, Sabbaticals und Übertragungsregeln für Urlaubskonten im Heimatland modellieren. Unternehmen mit geteilten Lohnabrechnungen müssen sicherstellen, dass Schattenlohnabrechnungen den zusätzlichen Urlaubsanspruch korrekt abbilden, um eine Unterdeckung bei den Schweizer Sozialversicherungsbeiträgen zu vermeiden.
Quelle: World Radio Switzerland (WRS)

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