
Aktuelle Zahlen vom 22. Juli 2026 zeigen eine Abkühlung des Arbeitsmarktes im italienischsprachigen Kanton Tessin, während der Rest der Schweiz weiterhin Rekordzahlen an ausländischen Grenzgängern anzieht. Laut einer Analyse von FrontalieriTicino zählte Tessin Ende des ersten Quartals 2026 78.562 aktive Grenzgänger (Inhaber von G-Bewilligungen) – ein Rückgang von 0,2 % im Quartalsvergleich und 0,5 % im Jahresvergleich. Auf nationaler Ebene verzeichnete das Bundesamt für Statistik hingegen 413.000 Grenzpendler, ein Plus von 1,9 % gegenüber 2025.
Der Rückgang beendet eine zehnjährige Wachstumsphase, in der Tessins Dienstleistungs- und Leichtindustriezweige stark auf kostengünstige italienische Arbeitskräfte angewiesen waren. Ökonomen führen die Pause auf eine Kombination aus den 2024 eingeführten höheren Mindestlöhnen, dem starken Schweizer Franken, der den italienischen Lohnvorteil schmälert, sowie der pandemiebedingten Rückverlagerung bestimmter Backoffice-Tätigkeiten nach Norditalien zurück.
Im Gegensatz dazu ziehen die boomenden Pharma- und Tech-Cluster rund um Basel und Zürich weiterhin Pendler aus Frankreich und Deutschland an, was den nationalen Anstieg erklärt. Für Arbeitgeber im Tessin bedeuten die Zahlen engere Rekrutierungsbedingungen. Personalvermittler berichten von längeren Besetzungszeiten und steigendem Gehaltsdruck bei spezialisierten Berufen wie CNC-Bearbeitung und Altenpflege. Unternehmen mit Schichtarbeit sollten ihre Personalplanung überdenken und verstärkt auf Automatisierung oder gezielte Weiterbildungssubventionen des Kantons setzen.
Aus Sicht des Mobilitätsmanagements müssen HR-Teams zudem die Bewilligungsquoten im Auge behalten. Während die G-Bewilligungen für EU/EFTA-Bürger unbeschränkt sind, könnte ein anhaltender Rückgang politische Forderungen nach einer Anpassung des 2020 eingeführten „Neuen Grenzgängerabkommens“ auslösen, insbesondere hinsichtlich der Umsatzbeteiligung, die die Schweizer Quellensteuern an italienische Grenzgemeinden umverteilt.
Multinationale Unternehmen, die in mehreren Kantonen tätig sind, sollten daher vermeiden, schweizweite Personaltrends auf Tessin zu übertragen. Lokale Arbeitsmarktanalysen, Gehaltsbenchmarks und italienischsprachige Einarbeitungsprogramme bleiben entscheidend, um Talente am südlichen Tor der Schweiz zu sichern.
Der Rückgang beendet eine zehnjährige Wachstumsphase, in der Tessins Dienstleistungs- und Leichtindustriezweige stark auf kostengünstige italienische Arbeitskräfte angewiesen waren. Ökonomen führen die Pause auf eine Kombination aus den 2024 eingeführten höheren Mindestlöhnen, dem starken Schweizer Franken, der den italienischen Lohnvorteil schmälert, sowie der pandemiebedingten Rückverlagerung bestimmter Backoffice-Tätigkeiten nach Norditalien zurück.
Im Gegensatz dazu ziehen die boomenden Pharma- und Tech-Cluster rund um Basel und Zürich weiterhin Pendler aus Frankreich und Deutschland an, was den nationalen Anstieg erklärt. Für Arbeitgeber im Tessin bedeuten die Zahlen engere Rekrutierungsbedingungen. Personalvermittler berichten von längeren Besetzungszeiten und steigendem Gehaltsdruck bei spezialisierten Berufen wie CNC-Bearbeitung und Altenpflege. Unternehmen mit Schichtarbeit sollten ihre Personalplanung überdenken und verstärkt auf Automatisierung oder gezielte Weiterbildungssubventionen des Kantons setzen.
Aus Sicht des Mobilitätsmanagements müssen HR-Teams zudem die Bewilligungsquoten im Auge behalten. Während die G-Bewilligungen für EU/EFTA-Bürger unbeschränkt sind, könnte ein anhaltender Rückgang politische Forderungen nach einer Anpassung des 2020 eingeführten „Neuen Grenzgängerabkommens“ auslösen, insbesondere hinsichtlich der Umsatzbeteiligung, die die Schweizer Quellensteuern an italienische Grenzgemeinden umverteilt.
Multinationale Unternehmen, die in mehreren Kantonen tätig sind, sollten daher vermeiden, schweizweite Personaltrends auf Tessin zu übertragen. Lokale Arbeitsmarktanalysen, Gehaltsbenchmarks und italienischsprachige Einarbeitungsprogramme bleiben entscheidend, um Talente am südlichen Tor der Schweiz zu sichern.
Quelle: FrontalieriTicino
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