
Pendler auf den Vorortzügen Rodalies in Barcelona mussten am 27. Juli mit vereinzelten Verspätungen rechnen, da der Sindicato Ferroviario zu einem 24-stündigen Streik aufrief. Protestiert wurde gegen geplante Werkstattschließungen und die angebliche Privatisierung der Gütersparte Renfe Mercaderies. Die Beteiligung war mit nur 5,8 % der Belegschaft laut Renfe gering, doch die kurzfristige Ankündigung des Streiks führte dazu, dass die Mindestbetriebspläne erst über Nacht organisiert wurden, was viele Züge während des morgendlichen Berufsverkehrs aus dem Takt brachte. Nach den Regeln der katalanischen Regierung müssen während der Hauptverkehrszeit 66 % der Züge fahren, außerhalb davon 33 %. Dennoch berichteten Fahrgäste an den Bahnhöfen Sants und Plaça Catalunya von überfüllten Bahnsteigen und Wartezeiten von 25 bis 30 Minuten auf den Linien R2 und R4. Für Unternehmen, die auf Pendler oder Tagespendler angewiesen sind, weckt die Störung erneut Sorgen um die chronische Unpünktlichkeit der Rodalies – die offizielle Pünktlichkeitsrate liegt in diesem Jahr unter 85 % statt der angestrebten 95 %. Der Streik folgt auf einen Monat mit langsamen Fahrbefehlen wegen Waldbränden, Straßeneinbrüchen und Signalstörungen; die Nutzergruppe PTP kritisiert, dass die Servicequalität mittlerweile so unzuverlässig sei, dass „es kaum einen Unterschied zwischen einem Streiktag und einem normalen Tag gibt“. Die Gewerkschaft hat für den 15. August einen weiteren Streik angekündigt – zeitgleich mit der Rückreisewelle der Operation Paso del Estrecho. Mobilitätsverantwortliche in Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, vor Reisen die Live-Updates von Renfe zu prüfen und an Streiktagen flexible Arbeitszeiten oder Homeoffice in Betracht ziehen. Für Beschäftigte im äußeren Pendelbereich Barcelonas könnten Fahrgemeinschaften als Notfalllösung sinnvoll sein. Langfristig sieht der Nahverkehrsplan Kataloniens 2026-2030 Investitionen von 6,3 Milliarden Euro für Gleismodernisierungen und neue Fahrzeuge vor, doch die Umsetzung zieht sich bis 2029 hin. Bis dahin sind Unternehmen gut beraten, mehrstufige Strategien zur Bewältigung der Unwägbarkeiten bei Rodalies zu entwickeln.
Quelle: Barcelona Press
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Spanien.Mehr von Spanien
Alle anzeigen
Spanische Luftfahrtbeschäftigte kündigen Streiks von Ende Juli bis September an und gefährden die Hauptreisezeit
Das e-Portal der spanischen Polizei bietet jetzt Termine am selben Tag für Dokumente von im Ausland lebenden Personen an.