
Irish Ferries hat über Nacht eine Reihe von Fahrplanänderungen bekannt gegeben und alle Abfahrten der Schnellfähre „Dublin Swift“ zwischen Dublin und Holyhead am 28. Juli aus „betrieblichen Gründen“ gestrichen. Die konventionelle Fähre „Ulysses“ und die Ro-Pax „James Joyce“ verkehren weiterhin, doch Reisende, die für die Swift-Verbindungen um 07:30, 13:50 und 16:45 gebucht haben, müssen auf langsamere Schiffe ausweichen oder eine Rückerstattung beantragen. Die Hochgeschwindigkeits-Katamaran verkürzt die Überfahrt über die Irische See auf zwei Stunden. Ihr Ausfall verlängert jede Fahrt um bis zu 75 Minuten – ein Problem für Geschäftsreisende, Busreisen und just-in-time-Lieferungen, die die Landbrücke nach Kontinentaleuropa nutzen. Spediteure, die pharmazeutische und frische Lebensmittel transportieren – beides zeitkritische Branchen für Irland – warnen, dass die Verzögerungen sich während der Hauptreisezeit auf das britische Autobahnnetz auswirken werden. Irish Ferries hat die Ursache nicht näher erläutert, maritime Quellen sprechen jedoch von einem Motorteil, das nach einer ungeplanten Inspektion ausgetauscht werden muss. Dies ist bereits die dritte mehrfache Fahrtausfallserie innerhalb von sechs Wochen, was Fragen zur Belastbarkeit der Flotte in diesem tourismusstarken Präsidentschaftsjahr aufwirft. Das Unternehmen versichert, betroffene Passagiere auf frühere oder spätere konventionelle Verbindungen umzubuchen, und verzichtet auf Umbuchungsgebühren. Reiseversicherer weisen darauf hin, dass Entschädigungen von den individuellen Verzögerungsklauseln abhängen; viele Geschäftsreisepolicen zahlen erst ab einer Verzögerung von vier Stunden. Mobilitätsmanager mit Pendlerverkehren zwischen Großbritannien und Irland sollten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, 30 Minuten früher als angegeben einzuchecken, da einige Ersatzfahrten vor dem offiziellen Fahrplan ablegen. Passagiere mit Anschlussflügen in Manchester oder Heathrow sollten Notfallpläne bereithalten. Im Hinblick auf die Zukunft verstärken die Ausfälle die Forderungen von Chambers Ireland nach einer formellen Verpflichtung zur öffentlichen Dienstleistung, die eine Mindestfrequenz auf der Strecke Dublin-Holyhead garantiert – ähnlich den PSO-Regelungen im Luftverkehr. Das Verkehrsministerium erklärt, man beobachte „die Zuverlässigkeitstrends“, weist jedoch darauf hin, dass die aktuellen Lizenzen keine Ersatzkapazitäten vorschreiben. Passagiere und Logistikunternehmen hoffen nun, dass die Swift vor dem Ansturm zum August-Feiertag wirklich wieder in Betrieb geht.
Quelle: Irish Ferries – Sailing Updates