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Häfen in ganz Italien stehen am 28. September vor einem 24-stündigen Stillstand – USB-Gewerkschaft kündigt Streik an

Sept. 15, 2026
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Häfen in ganz Italien stehen am 28. September vor einem 24-stündigen Stillstand – USB-Gewerkschaft kündigt Streik an
Die Unione Sindacale di Base (USB) hat am 14. September 2026 das Verkehrsministerium offiziell über einen 24-stündigen landesweiten Streik aller Hafenarbeiter und Terminalbetreiber am 28. September informiert. Die Aktion richtet sich gegen Unternehmen, die dem Nationalen Tarifvertrag für Häfen (CCNL Porti) sowie den Dienstleistungsunternehmen nach den Artikeln 16-17-18 des Gesetzes 84/1994 unterliegen, und droht die Container-, Ro-Ro- und Kreuzfahrtaktivitäten von Triest bis Gioia Tauro lahmzulegen. Die USB wirft den Arbeitgebern vor, die Lohnverhandlungen zu verzögern und neue EU-Arbeitsschutzrichtlinien nicht umzusetzen. Der Streik fällt in die Hochsaison nach dem Sommer und überschneidet sich mit der Verlegung von Schiffen für die Mittelmeer-Kreuzfahrtsaison, was zu Verzögerungen, Liegegeldkosten und Umleitungen nach Marseille oder Piräus führen könnte. Globale Lieferkettenmanager sollten umgehend die Notfallpläne der Reedereien prüfen. Viele Linien haben bereits „gleitende Zeitfenster“ aktiviert, indem sie die voraussichtlichen Ankunftszeiten (ETA) auf einen Liegeplatz vor 06:00 Uhr am 28. September vorverlegt oder Ankünfte auf die frühen Morgenstunden des 29. September verschoben haben. Besonders gefährdet sind verderbliche Waren, Autoteile und hochwertige Modeartikel. Geschäftsreisende, die Fährterminals in Genua, Livorno und Ancona nutzen, müssen ebenfalls mit Fahrplanänderungen rechnen. Unternehmen sollten flexible Tickets genehmigen und ihre Mitarbeiter anweisen, bereits am Vorabend am Hafen zu sein; Shuttlebusse für Crew-Wechsel könnten eingeschränkt sein. Nach italienischem Recht müssen Hafenlotsen und Notfallteams Mindestdienste gewährleisten, während Be- und Entlade- sowie Torbetrieb nicht als unverzichtbar gelten. Arbeitgeber mit Zolllagern sollten daher zusätzliche Pufferzeiten in den Zollprozessen einplanen.
Quelle: Ministry of Transport – Scioperi database

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