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Das Außenministerium verlangt jetzt öffentliche Social-Media-Profile für alle H-1B-Visumanträge

Dez. 16, 2025
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Das Außenministerium verlangt jetzt öffentliche Social-Media-Profile für alle H-1B-Visumanträge
In einer weltweit über Nacht veröffentlichten Anweisung hat das US-Außenministerium alle Konsulate angewiesen, H-1B- und H-4-Visumanträge nur dann zu akzeptieren, wenn der Antragsteller vor dem Interview alle Social-Media-Konten auf „öffentlich“ gestellt hat. Die Richtlinie, die ab dem 15. Dezember 2025 sofort in Kraft tritt, erweitert eine frühere Anordnung, die bereits für die Kategorien F-1 und J-1 galt. Konsularbeamte werden mindestens fünf Jahre an Beiträgen auf Plattformen von LinkedIn bis TikTok prüfen und können zusätzliche Accounts anfordern, die bei Open-Source-Recherchen entdeckt werden. Bei Nichtbefolgung droht eine Ablehnung nach 221(g), was den Antragsteller zwingt, die Konten freizuschalten und erneut vorstellig zu werden.

Für Arbeitgeber bedeutet die überraschende Ausweitung ein zusätzliches Risiko in einem ohnehin komplexen H-1B-Verfahren. Anwälte warnen, dass selbst harmlose Inhalte – etwa politische Memes oder Bilder, die den angegebenen Tätigkeiten widersprechen könnten – Sicherheitsüberprüfungen auslösen und die Visumerteilung um Wochen verzögern können. Unternehmen sollten daher eine Social-Media-Prüfung in ihre Standard-H-1B-Checklisten aufnehmen und auch Angehörige darauf hinweisen, dass deren Online-Aktivitäten überprüft werden.

Das Außenministerium verlangt jetzt öffentliche Social-Media-Profile für alle H-1B-Visumanträge


Datenschutzbefürworter kritisieren die Anordnung als Verstoß gegen das Administrative Procedure Act und die verfassungsmäßigen Meinungsfreiheitsrechte. Sie bemängeln, dass das Außenministerium auf ein formelles Anhörungsverfahren verzichtet hat und dass die Richtlinie insbesondere ausländische Fachkräfte aus MINT-Berufen benachteiligt, von denen viele in den USA leben und private Accounts für berufliches Networking nutzen. Mehrere Tech-Verbände prüfen rechtliche Schritte; bis dahin haben Konsulate bereits Termine storniert, um Antragstellern Zeit zur Anpassung der Einstellungen zu geben.

Praktisch sollten Personalabteilungen mit Rückstaus bei Interviews bis ins erste Quartal 2026 rechnen, vor allem an stark frequentierten Standorten wie Chennai, Hyderabad und Vancouver. Führungskräfte, die mit Blanket L- oder B-1-Visa reisen, könnten zudem mit zusätzlichen Fragen zu unternehmensinternen Social-Media-Richtlinien konfrontiert werden, da Beamte die Grenzen der neuen Vorgaben austesten.
Quelle: VisaHQ

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