
Ein schwerwiegender IT-Ausfall im System der französischen Police aux Frontières (PAF) im Hafen von Dover hat am frühen Samstag, den 20. Dezember, die Grenzkontrollen an der Ausreise stark beeinträchtigt. Mit fast 30.000 Fahrzeugen und Hunderten von Bussen, die über das lange Feiertagswochenende von Dover nach Calais fahren sollten, führten die technischen Probleme sofort zu kilometerlangen Staus auf den Zufahrtsstraßen A20 und A2. Die Fährbetreiber P&O Ferries und DFDS warnten die Passagiere, nicht mehr als zwei Stunden vor Abfahrt anzureisen, während das Hafenpersonal den Verkehr in Warteschleifen umleitete, um die umliegenden Ortschaften zu entlasten.
Der Ausfall stellt einen weiteren Belastungstest für das französisch-britische Modell der sogenannten „juxtaposed controls“ dar. Gemäß dem Le-Touquet-Abkommen stempeln französische Beamte Nicht-EU-Pässe vor dem Boarding ab; als deren biometrische und Passdatenbanken ausfielen, mussten die Kontrollstellen auf manuelle Verfahren umstellen, was die Abfertigungskapazität um bis zu 60 Prozent reduzierte. Lkw-Fahrer, die just-in-time-Komponenten für französische Fabriken transportieren, mussten auf den Eurotunnel ausweichen, was zusätzliche Kosten und CO₂-Emissionen verursachte.
Reiseplaner für Geschäftsreisen raten Unternehmen, an diesem Wochenende mindestens vier Stunden Pufferzeit für Fahrten zwischen Großbritannien und Nordfrankreich einzuplanen. Reisende, die in Calais-Fréthun auf Anschlusszüge umsteigen, riskieren, TGV-Verbindungen zu verpassen und müssen möglicherweise kurzfristig teurere Tickets buchen. Personalabteilungen, die Mitarbeiter über die Feiertage versetzen, wurden angewiesen, darauf zu achten, dass Visa mindestens 90 Tage gültig sind, da Überziehungen aufgrund von Verkehrsbehinderungen von der französischen Grenzpolizei in der Regel nicht toleriert werden.
Der Vorfall verdeutlicht auch die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Belastbarkeit vor der Einführung des EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES) im Jahr 2026. Häfen müssen künftig Fingerabdrücke und Gesichtsbilder der meisten Drittstaatsangehörigen erfassen – ein Prozess, der die Abfertigungszeit verdoppeln könnte, sofern die Technik nicht zuverlässig funktioniert. Der Ausfall am Samstag wird vom französischen Innenministerium und dem Hafen von Dover genau analysiert, wenn das EES Anfang 2026 erneut getestet wird.
In der Zwischenzeit setzen Arbeitgeber, deren Mitarbeiter die Strecke Dover–Calais befahren sollen, verstärkt auf Eurostar oder Kurzstreckenflüge, trotz höherer Kosten. Mobilitätsberater empfehlen, Kopien von Arbeitsverträgen und Entsendeschreiben mitzuführen, damit Reisende bei eventuellen Nachkontrollen den Zweck ihrer Reise nachweisen können, während die IT-Probleme behoben werden.
Der Ausfall stellt einen weiteren Belastungstest für das französisch-britische Modell der sogenannten „juxtaposed controls“ dar. Gemäß dem Le-Touquet-Abkommen stempeln französische Beamte Nicht-EU-Pässe vor dem Boarding ab; als deren biometrische und Passdatenbanken ausfielen, mussten die Kontrollstellen auf manuelle Verfahren umstellen, was die Abfertigungskapazität um bis zu 60 Prozent reduzierte. Lkw-Fahrer, die just-in-time-Komponenten für französische Fabriken transportieren, mussten auf den Eurotunnel ausweichen, was zusätzliche Kosten und CO₂-Emissionen verursachte.
Reiseplaner für Geschäftsreisen raten Unternehmen, an diesem Wochenende mindestens vier Stunden Pufferzeit für Fahrten zwischen Großbritannien und Nordfrankreich einzuplanen. Reisende, die in Calais-Fréthun auf Anschlusszüge umsteigen, riskieren, TGV-Verbindungen zu verpassen und müssen möglicherweise kurzfristig teurere Tickets buchen. Personalabteilungen, die Mitarbeiter über die Feiertage versetzen, wurden angewiesen, darauf zu achten, dass Visa mindestens 90 Tage gültig sind, da Überziehungen aufgrund von Verkehrsbehinderungen von der französischen Grenzpolizei in der Regel nicht toleriert werden.
Der Vorfall verdeutlicht auch die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Belastbarkeit vor der Einführung des EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES) im Jahr 2026. Häfen müssen künftig Fingerabdrücke und Gesichtsbilder der meisten Drittstaatsangehörigen erfassen – ein Prozess, der die Abfertigungszeit verdoppeln könnte, sofern die Technik nicht zuverlässig funktioniert. Der Ausfall am Samstag wird vom französischen Innenministerium und dem Hafen von Dover genau analysiert, wenn das EES Anfang 2026 erneut getestet wird.
In der Zwischenzeit setzen Arbeitgeber, deren Mitarbeiter die Strecke Dover–Calais befahren sollen, verstärkt auf Eurostar oder Kurzstreckenflüge, trotz höherer Kosten. Mobilitätsberater empfehlen, Kopien von Arbeitsverträgen und Entsendeschreiben mitzuführen, damit Reisende bei eventuellen Nachkontrollen den Zweck ihrer Reise nachweisen können, während die IT-Probleme behoben werden.
Quelle: The Guardian
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