
Die führende spanische Lokführergewerkschaft SEMAF hat einen landesweiten 24-stündigen Streik angekündigt – das genaue Datum steht noch fest – und spricht von „systematischer Vernachlässigung“ nach den Zugunglücken in Adamuz und Gelida, bei denen innerhalb von drei Tagen 43 Menschen ums Leben kamen. In einer am 21. Januar um 08:40 Uhr veröffentlichten Erklärung forderte SEMAF, das rund 85 % der spanischen Lokführer vertritt, strafrechtliche Konsequenzen für die „Verschlechterung des Netzes“ und rief ihre Mitglieder dazu auf, keine Fahrten anzutreten, solange das Management keine schriftlichen Sicherheitsgarantien vorlegt. (huffingtonpost.es)
Die unmittelbaren Forderungen der Gewerkschaft umfassen: 1) unabhängige Infrastrukturprüfungen aller Hochrisikostrecken, 2) beschleunigte Investitionen in Hangstabilitätssensoren und ETCS-Level-2-Signalisierung sowie 3) ein Moratorium für weitere Liberalisierungen des Netzes, bis die Unfallursachen vollständig aufgeklärt sind. Verkehrsminister Óscar Puente hat die Gewerkschaftsführer zu dringenden Gesprächen eingeladen, um einen Streik zu verhindern, der den Personen- und Güterverkehr zu Beginn der Arbeitswoche lahmlegen könnte.
Sollten die Verhandlungen scheitern, wäre dies der erste landesweite Eisenbahnerstreik Spaniens seit 2019 und könnte bis zu 5.000 tägliche Verbindungen zum Erliegen bringen, was 600.000 Pendler und zahlreiche Geschäftsreisende betrifft. Nach spanischem Recht schützen Mindestdienstverordnungen einige Pendler- und Fernverkehrsstrecken, dennoch sind erhebliche Ausfälle und Fahrplanänderungen zu erwarten. Personalabteilungen werden dringend gebeten, Homeoffice-Regelungen zu aktivieren, während Umzugsunternehmen ihre Kunden auf mögliche Verzögerungen bei Terminen in Ausländerbehörden hinweisen sollten, die auf Pendlerzüge angewiesen sind.
Über die unmittelbaren Störungen hinaus entfacht die Aktion von SEMAF die Debatte über das Tempo der Öffnung des spanischen Hochgeschwindigkeitsmarktes für private Wettbewerber neu. Kritiker bemängeln, dass die regulatorische Zersplitterung die Verantwortlichkeiten für Wartung verwische; Befürworter hingegen argumentieren, dass der Wettbewerb die Servicequalität verbessert und die Fahrpreise niedrig gehalten habe. Multinationale Unternehmen mit großem Inlandsreiseaufkommen sollten die Entwicklungen genau beobachten, da neue Sicherheitsvorschriften zu höheren Streckennutzungsgebühren und letztlich zu steigenden Ticketpreisen führen könnten.
Mittelfristig wird erwartet, dass der Kongress Änderungen am Eisenbahnsicherheitsgesetz von 2015 beschleunigt verabschiedet, die möglicherweise die Befugnisse der spanischen Eisenbahnunfalluntersuchungskommission (CIAF) erweitern und eine Echtzeit-Datenaustauschpflicht zwischen Betreibern und Infrastrukturmanagern einführen. Unternehmen müssen ihre Sorgfaltspflichten voraussichtlich an das neue Regelwerk anpassen.
Die unmittelbaren Forderungen der Gewerkschaft umfassen: 1) unabhängige Infrastrukturprüfungen aller Hochrisikostrecken, 2) beschleunigte Investitionen in Hangstabilitätssensoren und ETCS-Level-2-Signalisierung sowie 3) ein Moratorium für weitere Liberalisierungen des Netzes, bis die Unfallursachen vollständig aufgeklärt sind. Verkehrsminister Óscar Puente hat die Gewerkschaftsführer zu dringenden Gesprächen eingeladen, um einen Streik zu verhindern, der den Personen- und Güterverkehr zu Beginn der Arbeitswoche lahmlegen könnte.
Sollten die Verhandlungen scheitern, wäre dies der erste landesweite Eisenbahnerstreik Spaniens seit 2019 und könnte bis zu 5.000 tägliche Verbindungen zum Erliegen bringen, was 600.000 Pendler und zahlreiche Geschäftsreisende betrifft. Nach spanischem Recht schützen Mindestdienstverordnungen einige Pendler- und Fernverkehrsstrecken, dennoch sind erhebliche Ausfälle und Fahrplanänderungen zu erwarten. Personalabteilungen werden dringend gebeten, Homeoffice-Regelungen zu aktivieren, während Umzugsunternehmen ihre Kunden auf mögliche Verzögerungen bei Terminen in Ausländerbehörden hinweisen sollten, die auf Pendlerzüge angewiesen sind.
Über die unmittelbaren Störungen hinaus entfacht die Aktion von SEMAF die Debatte über das Tempo der Öffnung des spanischen Hochgeschwindigkeitsmarktes für private Wettbewerber neu. Kritiker bemängeln, dass die regulatorische Zersplitterung die Verantwortlichkeiten für Wartung verwische; Befürworter hingegen argumentieren, dass der Wettbewerb die Servicequalität verbessert und die Fahrpreise niedrig gehalten habe. Multinationale Unternehmen mit großem Inlandsreiseaufkommen sollten die Entwicklungen genau beobachten, da neue Sicherheitsvorschriften zu höheren Streckennutzungsgebühren und letztlich zu steigenden Ticketpreisen führen könnten.
Mittelfristig wird erwartet, dass der Kongress Änderungen am Eisenbahnsicherheitsgesetz von 2015 beschleunigt verabschiedet, die möglicherweise die Befugnisse der spanischen Eisenbahnunfalluntersuchungskommission (CIAF) erweitern und eine Echtzeit-Datenaustauschpflicht zwischen Betreibern und Infrastrukturmanagern einführen. Unternehmen müssen ihre Sorgfaltspflichten voraussichtlich an das neue Regelwerk anpassen.
Quelle: El HuffPost
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