
Gesundheitsfachkräfte an vorderster Front schlagen Alarm wegen geplanter Einwanderungsreformen, die die Zeit bis zur Erlangung einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis (Indefinite Leave to Remain, ILR) verdoppeln oder in vielen Fällen verdreifachen würden. Eine Umfrage unter 1.072 Migranten, durchgeführt von der Wohltätigkeitsorganisation Praxis, ergab, dass drei von fünf Befragten befürchten, ihre Familien könnten „auseinandergerissen“ werden, falls Innenministerin Shabana Mahmood die Pläne durchsetzt, die Qualifikationsdauer für eine Niederlassungserlaubnis von fünf auf zehn Jahre für die meisten Arbeitnehmer und auf 15 Jahre für Tätigkeiten unterhalb des Hochschulniveaus zu verlängern. Zwei Drittel der Teilnehmer gaben an, sich inzwischen weniger willkommen im Vereinigten Königreich zu fühlen, während mehr als die Hälfte aktiv einen Wegzug in Erwägung zieht. (theguardian.com)
Nach den Vorschlägen müssten Migranten ihre Visa bis zu fünfmal verlängern, bevor sie sich für eine Niederlassungserlaubnis qualifizieren, was pro erwachsener Person geschätzte Kosten von fast 20.000 Pfund verursachen würde. Pflegeverbände warnen, dass bis zu 50.000 Pflegekräfte – etwa jede siebte im aktuellen Personalbestand – den NHS verlassen könnten, was die chronischen Personalknappheiten weiter verschärfen würde. Das Institute for Public Policy Research schätzt, dass etwa 300.000 in Großbritannien lebende Kinder ebenfalls auf einen zehnjährigen Weg zur Sicherheit gedrängt würden. (theguardian.com)
Wirtschaftsverbände warnen, dass die Maßnahme die jüngsten Erfolge bei der Rekrutierung aus dem Ausland gefährdet, gerade jetzt, wo das Vereinigte Königreich global um Talente im Gesundheitswesen, in der Technologie und in der Sozialpflege konkurriert. Arbeitgeber müssten mit höheren Verwaltungskosten und Risiken bei der Mitarbeiterbindung rechnen, während Familien mit langanhaltender Unsicherheit bezüglich Hypotheken, Schulbildung und langfristiger Finanzplanung konfrontiert wären. Einwanderungsanwälte weisen zudem darauf hin, dass die rückwirkende Anwendung der Regel rechtliche Anfechtungen wegen berechtigter Erwartungen und Verhältnismäßigkeit auslösen könnte.
Für Mobility-Manager lautet die wichtigste Botschaft, die Kostenmodelle für Entsendungen zu überprüfen, da fünf zusätzliche Visa-Verlängerungen pro Mitarbeiter 6.000 bis 8.000 Pfund zusätzlich kosten können, ohne die Immigration Health Surcharge. Personalabteilungen sollten sich zudem auf einen Anstieg von durch Ängste bedingten vorzeitigen Abgängen und Anfragen für internationale Versetzungen einstellen. Unternehmen, die auf den Health and Care-Route angewiesen sind, benötigen möglicherweise Notfallpläne für die Personalbesetzung – oder sollten sich für branchenspezifische Ausnahmen einsetzen, sobald die Konsultation im Frühjahr beginnt.
Nach den Vorschlägen müssten Migranten ihre Visa bis zu fünfmal verlängern, bevor sie sich für eine Niederlassungserlaubnis qualifizieren, was pro erwachsener Person geschätzte Kosten von fast 20.000 Pfund verursachen würde. Pflegeverbände warnen, dass bis zu 50.000 Pflegekräfte – etwa jede siebte im aktuellen Personalbestand – den NHS verlassen könnten, was die chronischen Personalknappheiten weiter verschärfen würde. Das Institute for Public Policy Research schätzt, dass etwa 300.000 in Großbritannien lebende Kinder ebenfalls auf einen zehnjährigen Weg zur Sicherheit gedrängt würden. (theguardian.com)
Wirtschaftsverbände warnen, dass die Maßnahme die jüngsten Erfolge bei der Rekrutierung aus dem Ausland gefährdet, gerade jetzt, wo das Vereinigte Königreich global um Talente im Gesundheitswesen, in der Technologie und in der Sozialpflege konkurriert. Arbeitgeber müssten mit höheren Verwaltungskosten und Risiken bei der Mitarbeiterbindung rechnen, während Familien mit langanhaltender Unsicherheit bezüglich Hypotheken, Schulbildung und langfristiger Finanzplanung konfrontiert wären. Einwanderungsanwälte weisen zudem darauf hin, dass die rückwirkende Anwendung der Regel rechtliche Anfechtungen wegen berechtigter Erwartungen und Verhältnismäßigkeit auslösen könnte.
Für Mobility-Manager lautet die wichtigste Botschaft, die Kostenmodelle für Entsendungen zu überprüfen, da fünf zusätzliche Visa-Verlängerungen pro Mitarbeiter 6.000 bis 8.000 Pfund zusätzlich kosten können, ohne die Immigration Health Surcharge. Personalabteilungen sollten sich zudem auf einen Anstieg von durch Ängste bedingten vorzeitigen Abgängen und Anfragen für internationale Versetzungen einstellen. Unternehmen, die auf den Health and Care-Route angewiesen sind, benötigen möglicherweise Notfallpläne für die Personalbesetzung – oder sollten sich für branchenspezifische Ausnahmen einsetzen, sobald die Konsultation im Frühjahr beginnt.
Quelle: The Guardian
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