
Schwere betriebliche Engpässe führten am 31. März dazu, dass Hunderte von Passagieren an den beiden verkehrsreichsten Flughäfen der Schweiz festsaßen. Flugverfolgungsdaten von FlightAware, berichtet von Travel & Tour World, zeigen 11 Flugausfälle und 245 Verspätungen am Flughafen Zürich sowie vier Ausfälle und 120 Verspätungen am Flughafen Genf Cointrin – insgesamt 356 Störungen innerhalb von weniger als 24 Stunden. Besonders betroffen waren Airlines wie easyJet, SWISS, Lufthansa, Air Canada und United. Der Flughafen Zürich hat einen „operativen Wiederherstellungsplan“ aktiviert, der Bodenpersonal aus ruhigeren Zeiten umverteilt und den Airlines reduzierte Landegebühren für Übernachtungsflüge anbietet. Genf priorisiert Langstreckenabflüge, um verpasste interkontinentale Anschlussflüge zu minimieren. Nach der EU-Verordnung 261 – die in das Schweizer Recht übernommen wurde – können Passagiere bei einer Verspätung von mehr als drei Stunden eine Entschädigung von bis zu 600 € verlangen, sofern die Airline keine außergewöhnlichen Umstände nachweisen kann. Experten für Reiserecht raten Unternehmen, Ansprüche schnell geltend zu machen und Ausgaben sorgfältig zu dokumentieren, da das Wetter nicht der Hauptgrund war. Für Mobilitätsmanager ist der Vorfall eine Erinnerung daran, großzügige Anschlusszeiten einzuplanen und Reisebenachrichtigungen am Reisetag genau zu verfolgen. Die Flughäfen kündigen an, das Personal über die Oster-Hochsaison zu verstärken, warnen jedoch, dass Auswirkungen von benachbarten Drehkreuzen – insbesondere Paris-CDG – erneut auftreten könnten.
Quelle: Travel & Tour World