
Der Ministerrat Belgiens hat am 24. April ein Mobilitätspaket verabschiedet, das 124,5 Millionen Euro aus dem ungenutzten Infrabel-Budget – freigesetzt durch Verzögerungen bei den Arbeiten in Gent-Terneuzen und Antwerpen-Berchem – auf vier neue Bahnprojekte verteilt. Diese zielen auf mehr Fahrgastkomfort, militärische Logistik und umweltfreundlicheren Güterverkehr ab. Zusammen mit 52 Millionen Euro aus dem Connecting Europe Facility-Fonds beläuft sich die Gesamtförderung auf 176,5 Millionen Euro.
Das wichtigste Projekt umfasst 27,5 Millionen Euro für die Infrastruktur von Batteriezügen auf fünf nicht elektrifizierten Strecken in Flandern. Diese Linien werden derzeit mit Dieseltriebwagen bedient; durch den Einbau von Schnellladestationen kann die NMBS/SNCB ab 2027 Hybrid- oder vollelektrische Batteriezüge einsetzen, was die CO₂-Emissionen um geschätzte 16.000 Tonnen pro Jahr reduziert.
Weitere 21,5 Millionen Euro fließen in die Verlängerung von Ausweichstellen und Abstellgleisen bei Leopoldsburg, damit das Verteidigungsministerium 750 Meter lange Güterzüge einsetzen kann – ein NATO-Standard, der den Transport von Truppen und Ausrüstung nach Deutschland und in die Niederlande erleichtert. Der klassische Güterkorridor Iron Rhine zwischen Antwerpen und Mönchengladbach erhält 15,6 Millionen Euro für ein zweites Gleis auf einem 14 Kilometer langen Engpassabschnitt, was die Kapazität verdoppelt und Konflikte mit InterCity-Personenzügen verringert.
Zudem sind 10 Millionen Euro vorgesehen, um den Bahnhof Cambron-Casteau 300 Meter näher an den Tierpark Pairi Daiza zu verlegen. Dadurch entfällt für Touristen ein 15-minütiger Fußweg, was den regionalen Tourismusfluss verbessert.
Neben diesen vier Leuchtturmprojekten investiert das Paket 42,8 Millionen Euro in Gleiserneuerungen und Elektrifizierungen im Hafen Antwerpen-Brügge sowie 24,4 Millionen Euro in Signalmodernisierungen im Nordseehafen Gent. Elf Bahnhöfe – sieben in Brüssel und vier in Flandern – erhalten höhere Bahnsteige und barrierefreien Zugang. Zusätzlich werden Mittel bereitgestellt, um die landesweite Einführung des ETCS Level 2-Sicherheitssystems zu beschleunigen und an stark frequentierten Bahnübergängen Kameras zur Verhinderung von unbefugtem Betreten zu installieren.
Für Arbeitgeber mit Pendlerprogrammen oder zeitkritischen Lieferketten ist die Ankündigung in zweierlei Hinsicht wichtig: Sie verringert das Risiko von Störungen im Hafen Antwerpen und verspricht schnellere, umweltfreundlichere Personenzüge auf Regionalstrecken, die Brüssel und Löwen anfahren.
Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke betonte, dass der Plan haushaltsneutral sei: „Wir nutzen Verzögerungen, um an anderer Stelle Fortschritte zu ermöglichen.“ Branchenverbände begrüßten die Maßnahme, forderten jedoch die Regierung auf, Genehmigungshürden zu beseitigen, die Megaprojekte wie Gent-Terneuzen weiterhin verzögern.
Das wichtigste Projekt umfasst 27,5 Millionen Euro für die Infrastruktur von Batteriezügen auf fünf nicht elektrifizierten Strecken in Flandern. Diese Linien werden derzeit mit Dieseltriebwagen bedient; durch den Einbau von Schnellladestationen kann die NMBS/SNCB ab 2027 Hybrid- oder vollelektrische Batteriezüge einsetzen, was die CO₂-Emissionen um geschätzte 16.000 Tonnen pro Jahr reduziert.
Weitere 21,5 Millionen Euro fließen in die Verlängerung von Ausweichstellen und Abstellgleisen bei Leopoldsburg, damit das Verteidigungsministerium 750 Meter lange Güterzüge einsetzen kann – ein NATO-Standard, der den Transport von Truppen und Ausrüstung nach Deutschland und in die Niederlande erleichtert. Der klassische Güterkorridor Iron Rhine zwischen Antwerpen und Mönchengladbach erhält 15,6 Millionen Euro für ein zweites Gleis auf einem 14 Kilometer langen Engpassabschnitt, was die Kapazität verdoppelt und Konflikte mit InterCity-Personenzügen verringert.
Zudem sind 10 Millionen Euro vorgesehen, um den Bahnhof Cambron-Casteau 300 Meter näher an den Tierpark Pairi Daiza zu verlegen. Dadurch entfällt für Touristen ein 15-minütiger Fußweg, was den regionalen Tourismusfluss verbessert.
Neben diesen vier Leuchtturmprojekten investiert das Paket 42,8 Millionen Euro in Gleiserneuerungen und Elektrifizierungen im Hafen Antwerpen-Brügge sowie 24,4 Millionen Euro in Signalmodernisierungen im Nordseehafen Gent. Elf Bahnhöfe – sieben in Brüssel und vier in Flandern – erhalten höhere Bahnsteige und barrierefreien Zugang. Zusätzlich werden Mittel bereitgestellt, um die landesweite Einführung des ETCS Level 2-Sicherheitssystems zu beschleunigen und an stark frequentierten Bahnübergängen Kameras zur Verhinderung von unbefugtem Betreten zu installieren.
Für Arbeitgeber mit Pendlerprogrammen oder zeitkritischen Lieferketten ist die Ankündigung in zweierlei Hinsicht wichtig: Sie verringert das Risiko von Störungen im Hafen Antwerpen und verspricht schnellere, umweltfreundlichere Personenzüge auf Regionalstrecken, die Brüssel und Löwen anfahren.
Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke betonte, dass der Plan haushaltsneutral sei: „Wir nutzen Verzögerungen, um an anderer Stelle Fortschritte zu ermöglichen.“ Branchenverbände begrüßten die Maßnahme, forderten jedoch die Regierung auf, Genehmigungshürden zu beseitigen, die Megaprojekte wie Gent-Terneuzen weiterhin verzögern.
Quelle: Belga News Agency