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Österreichische Regierung verlängert – aber reduziert – die Spritpreis-Bremse und entlastet damit die Kosten für Dienstreisen mit dem Auto

Mai 1, 2026
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Österreichische Regierung verlängert – aber reduziert – die Spritpreis-Bremse und entlastet damit die Kosten für Dienstreisen mit dem Auto
Da Benzin und Diesel weiterhin deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt liegen, hat die österreichische Koalition am 30. April in letzter Minute eine Verlängerung der sogenannten „Spritpreisbremse“ um einen weiteren Monat vereinbart. Im Rahmen des Kompromisses – der gemeinsam von den Ministerien für Finanzen, Wirtschaft und Infrastruktur verkündet wurde – profitieren alle Autofahrer im Mai von einer zweicentigen Senkung der Mineralölsteuer, nach fünf Cent im April. Auch die Handelsspannen beim Kraftstoff werden nach einer zweiwöchigen Übergangsfrist auf zweieinhalb Cent pro Liter begrenzt.

Obwohl die Maßnahme als Entlastung für private Haushalte präsentiert wird, hat sie unmittelbare Auswirkungen auf Mobilitätsbudgets. Laut dem Österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC) sank der Durchschnittspreis für Superbenzin in Wien im April dank der ursprünglichen Preisbremse um 4,8 %. Die Flottenmanagementfirma Arval berechnet, dass ein Dienstwagen mit einer monatlichen Fahrleistung von 2.000 Kilometern rund 18 Euro an Kraftstoffkosten einsparte. Die Verlängerung des Rabatts – wenn auch in abgeschwächter Form – dürfte die Tankstellenpreise etwa 3 % unter dem Niveau halten, das sich aus den aktuellen Spotpreisen in Rotterdam ableiten lässt, und so die Reisekosten für Außendienstmitarbeiter, Verkaufsteams und entsandte Mitarbeiter, die auf Mietwagen angewiesen sind, abfedern.

Österreichische Regierung verlängert – aber reduziert – die Spritpreis-Bremse und entlastet damit die Kosten für Dienstreisen mit dem Auto


Der Kompromiss berücksichtigt zudem die von Spediteuren geäußerten Bedenken hinsichtlich der Lieferketten: Die Begrenzung der Handelsspannen statt der Steuern für einen Teil des Zeitraums soll kleineren ländlichen Tankstellen ausreichend Einnahmen sichern, um die Versorgung aufrechtzuerhalten und so den grenzüberschreitenden Lkw-Verkehr auf den Ost-West-Korridoren Österreichs nicht zu gefährden. Die Regierung machte jedoch deutlich, dass die Maßnahme am 31. Mai endet, sofern sich nicht neue Turbulenzen auf den Energiemärkten ergeben.

Mobilitätsmanager werden empfohlen, die Kilometerpauschalen für Mai zu aktualisieren, internationale Entsandte über die vorübergehende Natur der Ersparnisse zu informieren und, wo möglich, die Abrechnung von Tankkarten vor einer voraussichtlichen Preiserholung im Juni zu beschleunigen. Multinationale Unternehmen mit Fahrzeugleasingprogrammen sollten die politische Änderung bei der Berechnung der Gesamtkosten bei Vertragsverlängerungen im dritten Quartal berücksichtigen.

Blickt man voraus, bleibt eine dauerhafte Reform des österreichischen Energiesteuerrahmens auf der Agenda. Das Finanzministerium bestätigte, vor der Sommerpause ein Weißbuch zu veröffentlichen, das die indexgebundenen Verbrauchssteuern überprüft – ein Schritt, der die Grundlagen der Mobilitätskosten für die kommenden Jahre neu definieren könnte.
Quelle: ORF.at

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