
Das Einwanderungsamt von Hongkong hat bestätigt, dass die ersten vollständig kontaktlosen Einwanderungsspuren am Hongkong-Zhuhai-Macao-Brücke (HZMB) am 25. Juni in Betrieb genommen werden. Das Pilotprojekt mit dem Namen „Seamless e-Channel“ nutzt fünf hochauflösende Kameras entlang jeder Spur, die den Gang und die Gesichtszüge der Reisenden bei normalem Gehtempo erfassen. Eine KI-gestützte Abgleichsoftware vergleicht die Bilder mit der verschlüsselten Datenbank des Amtes und öffnet das Ausgangstor automatisch – die gesamte Abfertigungszeit verkürzt sich so auf etwa fünf Sekunden. Reisende müssen ihre Pässe in der Tasche behalten und keinen QR-Code scannen. Die Tore schließen nur bei Unregelmäßigkeiten, was eine manuelle Kontrolle auslöst. Die Genauigkeit lag in Tests bei über 99 Prozent.
Zunächst ist die Teilnahme auf rund 50.000 ständige Einwohner Hongkongs ab 11 Jahren beschränkt, die die Brücke in den letzten 90 Tagen mindestens zehnmal genutzt haben. Diese Vielnutzer können sich über die ImmD-App anmelden und sehen ihre Profile vor dem Starttag vorab geladen. Das Amt rechnet mit einer schnellen Ausweitung: Im Jahr 2025 wurden etwa 14 Millionen Passagierfahrten über die HZMB registriert, fast ein Viertel davon von Pendlern.
Das Pilotprojekt erfüllt ein Versprechen von Regierungschef John Lee aus der Politikrede 2025, physische Dokumentenkontrollen an den verkehrsreichsten Land- und Seegrenzstellen der Stadt schrittweise abzuschaffen. Bei positiven Ergebnissen plant das Einwanderungsamt, herkömmliche e-Kanäle an Shenzhen Bay, Lok Ma Chau Spur Line und dem Hochgeschwindigkeitsbahnhof West Kowloon umzurüsten. Jeder neue Kanal kostet rund 3 Millionen HKD – etwa ein Drittel weniger als eine herkömmliche besetzte Kontrollstelle.
Für Unternehmen, die Mitarbeiter zwischen Hongkong, Macao und Guangdong bewegen, verspricht das Upgrade spürbare Produktivitätsgewinne. Betreiber von Grenzpendelbussen rechnen damit, dass eine Verkürzung der durchschnittlichen Wartezeit um nur zehn Sekunden jährlich mehr als 5 Millionen HKD an Treibstoff- und Personalkosten spart. Logistikfirmen setzen sich zudem für eine Anpassung für Frachtfahrzeuge ein, da Fahrer derzeit während der manuellen Dokumentenkontrolle an Bord bleiben müssen.
Reisende sollten beachten, dass weiterhin alle Gesundheitsdeklarationen für das chinesische Festland oder Macao eingehalten werden müssen. Hongkonger Behörden arbeiten jedoch mit ihren Kollegen in Zhuhai an einem gemeinsamen „kollaborativen Inspektions“-Datenlayer, der beiden Seiten den Zugriff auf ein einziges biometrisches Profil ermöglicht und so weitere Reibungsverluste reduziert. Gelingt das Vorhaben, könnte es zum Modell für einen Mobilitätskorridor der nächsten Generation in der Greater Bay Area werden – ganz im Sinne von Pekings Ziel, einen 60-Minuten-„Lebensraum“ in der Region zu schaffen.
Zunächst ist die Teilnahme auf rund 50.000 ständige Einwohner Hongkongs ab 11 Jahren beschränkt, die die Brücke in den letzten 90 Tagen mindestens zehnmal genutzt haben. Diese Vielnutzer können sich über die ImmD-App anmelden und sehen ihre Profile vor dem Starttag vorab geladen. Das Amt rechnet mit einer schnellen Ausweitung: Im Jahr 2025 wurden etwa 14 Millionen Passagierfahrten über die HZMB registriert, fast ein Viertel davon von Pendlern.
Das Pilotprojekt erfüllt ein Versprechen von Regierungschef John Lee aus der Politikrede 2025, physische Dokumentenkontrollen an den verkehrsreichsten Land- und Seegrenzstellen der Stadt schrittweise abzuschaffen. Bei positiven Ergebnissen plant das Einwanderungsamt, herkömmliche e-Kanäle an Shenzhen Bay, Lok Ma Chau Spur Line und dem Hochgeschwindigkeitsbahnhof West Kowloon umzurüsten. Jeder neue Kanal kostet rund 3 Millionen HKD – etwa ein Drittel weniger als eine herkömmliche besetzte Kontrollstelle.
Für Unternehmen, die Mitarbeiter zwischen Hongkong, Macao und Guangdong bewegen, verspricht das Upgrade spürbare Produktivitätsgewinne. Betreiber von Grenzpendelbussen rechnen damit, dass eine Verkürzung der durchschnittlichen Wartezeit um nur zehn Sekunden jährlich mehr als 5 Millionen HKD an Treibstoff- und Personalkosten spart. Logistikfirmen setzen sich zudem für eine Anpassung für Frachtfahrzeuge ein, da Fahrer derzeit während der manuellen Dokumentenkontrolle an Bord bleiben müssen.
Reisende sollten beachten, dass weiterhin alle Gesundheitsdeklarationen für das chinesische Festland oder Macao eingehalten werden müssen. Hongkonger Behörden arbeiten jedoch mit ihren Kollegen in Zhuhai an einem gemeinsamen „kollaborativen Inspektions“-Datenlayer, der beiden Seiten den Zugriff auf ein einziges biometrisches Profil ermöglicht und so weitere Reibungsverluste reduziert. Gelingt das Vorhaben, könnte es zum Modell für einen Mobilitätskorridor der nächsten Generation in der Greater Bay Area werden – ganz im Sinne von Pekings Ziel, einen 60-Minuten-„Lebensraum“ in der Region zu schaffen.
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