
Die beiden verkehrsreichsten Flughäfen der Schweiz erlebten am 30. Juni einen ihrer schlimmsten Betriebstage seit Jahren: Laut dem Passagierrechte-Spezialisten AirHelp wurden 555 Flüge verspätet oder gestrichen. Am Flughafen Genf gab es 36 Ausfälle und über 200 Verspätungen, der Rest entfiel auf Zürich. Ursache war eine Kapazitätsreduzierung, ausgelöst durch intermittierende Softwareprobleme bei Skyguide, dem Schweizer Flugsicherungsdienst. Skyguide bestätigte, dass die An- und Abflugraten vorübergehend gedrosselt wurden, nachdem die Radardaten in mehreren Lufträumen instabil wurden. Obwohl keine Sicherheitsvorfälle auftraten, führte die reduzierte Kapazität schnell zu Rückstaus im eng getakteten europäischen Flugnetz. Besonders betroffen waren EasyJet mit seiner großen Basis in Genf und Swiss International Air Lines mit Hub in Zürich. Auch die Zubringerfluggesellschaften KLM und Lufthansa meldeten zahlreiche verpasste Anschlussflüge über Amsterdam und Frankfurt. Die Störung fiel mit der ersten Hauptreisewoche der Schweizer Schulferien zusammen, was die Auswirkungen für die Reisenden verschärfte. Urlauber auf dem Weg zu Mittelmeerzielen saßen stundenlang fest, während Geschäftsreisende Meetings und Konferenzen verpassten. Die strenge Nachtsperre in Zürich ab 23:30 Uhr verschärfte die Lage zusätzlich – mehrere späte Abflüge wurden gestrichen, um Bußgelder zu vermeiden, was zu massenhaften Umbuchungen auf Flüge am nächsten Morgen führte. Hotels in Flughafennähe meldeten innerhalb weniger Stunden „ausgebucht“. Nach der EU-Verordnung 261/2004 ist eine finanzielle Entschädigung für Passagiere unwahrscheinlich, da die Störung außerhalb der Kontrolle der Airlines lag; dennoch müssen die Fluggesellschaften Verpflegung, Unterkunft sowie Erstattung oder Umbuchung anbieten. Mobilitätsmanager werden dringend gebeten, die Schweizer Flugsicherungsmitteilungen (NOTAMs) zu beobachten und für Juli und August längere Anschlusszeiten einzuplanen. AirHelp empfiehlt für selbstorganisierte Anschlussflüge mindestens drei Stunden in Zürich und vier Stunden in Genf, bis Skyguide die Software als vollständig stabil meldet.
Quelle: AirHelp
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Schweiz.Mehr von Schweiz
Alle anzeigen
TILO kündigt kurzfristige Änderungen bei grenzüberschreitenden S50- und RE80-Verbindungen am 11. und 12. Juli an
555 Flüge an einem Tag an den Flughäfen Zürich und Genf gestört