
Die Schweiz hat sich gemeinsam mit acht weiteren Schengen-assoziierten Staaten offiziell an die Europäische Kommission gewandt, um vorübergehende Aussetzungen des neuen Ein- und Ausreisesystems (EES) an Flughäfen während Zeiten außergewöhnlich hoher Passagierzahlen zu ermöglichen. In einem diese Woche versandten Schreiben argumentiert Bern, dass die biometrische Grenzkontrollplattform, die seit dem 10. April 2026 im gesamten Schengen-Raum verpflichtend ist, die Flughafeninfrastruktur in der Hochsaison überlasten könnte. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass ein einheitliches, europaweites Vorgehen notwendig sei, damit einzelne Länder nicht zu einseitigen Notlösungen gezwungen werden.
Das EES ersetzt das manuelle Abstempeln von Pässen durch die automatische Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsbildern der Reisenden und erzeugt eine zentrale Datenbank aller Ein- und Ausreisen von Nicht-EU-Bürgern. Obwohl das System als Eckpfeiler der neuen „Smart Borders“-Architektur der EU gilt, zeigten erste Tests in Genf und Zürich längere Warteschlangen bei der Sicherheitskontrolle für Umsteiger sowie engere Mindestanschlusszeiten. Flughafenbetreiber befürchten, dass die prognostizierten mehr als 200.000 Passagierbewegungen an den drei internationalen Schweizer Drehkreuzen Ende Juli zu Engpässen führen könnten, die sich in Flugverspätungen und verpassten Anschlussflügen niederschlagen.
Der Schweizer Antrag wird von Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien unterstützt, die ebenfalls mit ähnlichen Kapazitätsproblemen kämpfen. Branchenverbände wie Airlines for Europe (A4E) und die European Regions Airline Association unterstützen die Forderung und warnen, dass ohne abgestimmte Einführungsmaßnahmen die Störungskosten für Unternehmen steigen und die Zuverlässigkeit von Kurzstreckengeschäftsreisen stark leiden könnte.
Sollte Brüssel der Ausnahmeregelung zustimmen, dürften Schweizer Grenzbeamte vorübergehend wieder auf das manuelle Abstempeln zurückgreifen, was den Flughäfen die Möglichkeit gibt, Passagiere bei Auslastung der E-Gates zu bedienten Kontrollstellen umzuleiten. Reise-Management-Unternehmen raten Firmenkunden, längere Anschlusszeiten einzuplanen und die in Genf und Zürich erprobten Echtzeit-Wartezeit-Dashboards zu nutzen. Die Kommission wird voraussichtlich noch vor Ende Juli antworten.
Selbst bei einer Genehmigung dürfte die Ausnahme zeitlich und inhaltlich begrenzt sein; die Schweiz wäre weiterhin verpflichtet, alle Erstankömmlinge vollständig im EES zu registrieren. Für globale Mobilitätsteams ist die Situation eine Erinnerung daran, dass technologische Modernisierungen der europäischen Grenzarchitektur weiterhin Übergangsprobleme mit sich bringen – insbesondere für Länder wie die Schweiz, die an der Schnittstelle zwischen inner-europäischem und interkontinentalem Reiseverkehr liegen.
Das EES ersetzt das manuelle Abstempeln von Pässen durch die automatische Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsbildern der Reisenden und erzeugt eine zentrale Datenbank aller Ein- und Ausreisen von Nicht-EU-Bürgern. Obwohl das System als Eckpfeiler der neuen „Smart Borders“-Architektur der EU gilt, zeigten erste Tests in Genf und Zürich längere Warteschlangen bei der Sicherheitskontrolle für Umsteiger sowie engere Mindestanschlusszeiten. Flughafenbetreiber befürchten, dass die prognostizierten mehr als 200.000 Passagierbewegungen an den drei internationalen Schweizer Drehkreuzen Ende Juli zu Engpässen führen könnten, die sich in Flugverspätungen und verpassten Anschlussflügen niederschlagen.
Der Schweizer Antrag wird von Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien unterstützt, die ebenfalls mit ähnlichen Kapazitätsproblemen kämpfen. Branchenverbände wie Airlines for Europe (A4E) und die European Regions Airline Association unterstützen die Forderung und warnen, dass ohne abgestimmte Einführungsmaßnahmen die Störungskosten für Unternehmen steigen und die Zuverlässigkeit von Kurzstreckengeschäftsreisen stark leiden könnte.
Sollte Brüssel der Ausnahmeregelung zustimmen, dürften Schweizer Grenzbeamte vorübergehend wieder auf das manuelle Abstempeln zurückgreifen, was den Flughäfen die Möglichkeit gibt, Passagiere bei Auslastung der E-Gates zu bedienten Kontrollstellen umzuleiten. Reise-Management-Unternehmen raten Firmenkunden, längere Anschlusszeiten einzuplanen und die in Genf und Zürich erprobten Echtzeit-Wartezeit-Dashboards zu nutzen. Die Kommission wird voraussichtlich noch vor Ende Juli antworten.
Selbst bei einer Genehmigung dürfte die Ausnahme zeitlich und inhaltlich begrenzt sein; die Schweiz wäre weiterhin verpflichtet, alle Erstankömmlinge vollständig im EES zu registrieren. Für globale Mobilitätsteams ist die Situation eine Erinnerung daran, dass technologische Modernisierungen der europäischen Grenzarchitektur weiterhin Übergangsprobleme mit sich bringen – insbesondere für Länder wie die Schweiz, die an der Schnittstelle zwischen inner-europäischem und interkontinentalem Reiseverkehr liegen.
Quelle: SWI swissinfo.ch