
Die französischsprachige Verkehrsseite von Eurostar bestätigt, dass zwischen dem 10. und 14. Juli mehrere Züge im gesamten Netz – darunter die stark frequentierten Strecken Brüssel–London und Brüssel–Paris – aufgrund von Fahrzeugverfügbarkeits- und Personalplanungsproblemen ausgefallen sind. Die Bahn informiert, dass betroffene Fahrgäste gemäß der EU-Passagierrechte-Verordnung 2021/782 umgebucht oder erstattet wurden. Obwohl die Ausfälle größtenteils vor dem Bastille-Day-Wochenende stattfanden, blieb die Meldung bis zum 14. Juli online, was bei Reisenden für Verwirrung sorgte, die weitere Störungen befürchteten. Eurostar erklärte gegenüber The Brussels Times, dass die Mitteilung so lange online bleibt, bis alle betroffenen Fahrgäste ihre Entschädigungsansprüche bearbeitet haben. Branchenexperten weisen darauf hin, dass das hybride britisch-europäische Personalmodell von Eurostar die Sommerplanung besonders anfällig für Krankheitswellen und unterschiedliche grenzüberschreitende Arbeitsgesetze macht. Der Betreiber beschleunigt die Rekrutierung für sein in Brüssel ansässiges Crew-Zentrum, warnt jedoch, dass der enge Markt für zweisprachige Zugleiter bis 2027 Herausforderungen mit sich bringen wird. Unternehmen, die Gruppenreisen zwischen EU-Hauptstädten planen, sollten PNRs prüfen, die vor dem 15. Juli ausgestellt wurden, und gegebenenfalls Reisepläne anpassen. Eurostar kündigt an, dass nächste Woche ein Notfahrplan für August veröffentlicht wird.
Quelle: Eurostar Traffic Information